
Amazon gibt neue Bond-Produzenten bekannt: 5 mögliche Wege für das Franchise
Schon lange vor Daniel Craigs letztem Auftritt im Jahr 2021 sorgten Spekulationen darüber, wer der nächste 007 sein würde, in Foren und auf Websites für Gesprächsstoff – doch die grundlegende Neuordnung im Universum des Superspions eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die gesamte Produktion.
- Text von: Josh Lee
Ende Februar wurde bekannt gegeben, dass Amazon MGM Studios mehr als 1 Mrd. US-Dollar gezahlt hatte, um die kreative Kontrolle über das James-Bond-Franchise zu übernehmen. Damit ziehen sich die langjährigen Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson zurück, während Amy Pascal (die drei jüngsten Spider-Man-Filme mit Tom Holland) und David Heyman (Harry Potter) an Bord kommen. Schon vor Daniel Craigs letztem Auftritt im Jahr 2021 sorgten Spekulationen darüber, wer der nächste 007 werden würde, in Foren und auf Websites für rege Diskussionen – und an Kandidaten mangelte es nicht (unsere Prognosen finden Sie hier). Doch dieser gewaltige Umbruch im Universum des Superspions eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die gesamte Produktion. Hier sind einige recht naheliegende Richtungen, die die Reihe einschlagen könnte …
1. Bonds Ursprungsgeschichte
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Als man vor den Meldungen im Februar noch davon ausging, dass Eon Productions weiterhin die Kontrolle über Bond behalten würde, gab es bereits Gerüchte, wonach im nächsten Teil ein jüngerer 007 zu sehen sein könnte – in einer Geschichte, die zur Zeit des Kalten Krieges angesiedelt wäre, etwa zu der Zeit, als der Autor Ian Fleming Casino Royale, seinen Debütroman, veröffentlichte. Da die gesamte Produktion grundlegend neu aufgestellt werden soll, ist es durchaus sinnvoll, in den Jahren anzusetzen, in denen Bond sich seine ersten Sporen verdient. Damit wären wohl auch die letzten Gerüchte vom Tisch, die ältere Kandidaten mit der Rolle in Verbindung bringen (Tom Hardy und andere), und Schauspieler wie Jack Lowden kämen ins Spiel.
2. Erweiterung des Superspion-Universums
Wenn es um immer weiter wachsende Franchises geht, sind Marvel und Star Wars mit Spin-off-Serien und einer ungebremsten Flut neuer Filme führend (und Heymans Harry Potter wird mit seiner mit Spannung erwarteten Fernsehserie bald nachziehen). Kurz nach der Veröffentlichung von Keine Zeit zu sterben wurde angeregt, dass sich das nächste Kapitel statt auf James Bond als Person auf den jeweiligen Träger der 007-Nummer konzentrieren könnte (im Film wurde Lashana Lynchs Nomi während Bonds Abwesenheit zur 007 befördert). Auch Ana de Armas’ Darstellung der CIA-Neueinsteigerin Paloma wurde gelobt, wobei viele der Meinung waren, sie hätte mehr Leinwandzeit verdient. Es könnte also sein, dass wir einen umfassenderen Einblick in das Universum der Superagenten erhalten, anstatt den Fokus ausschließlich auf Bond zu richten. Angesichts der gemischten Reaktionen auf ähnliche Ansätze anderer großer Studios können sich viele Bond-Fans mit dieser Idee jedoch nicht so recht anfreunden.
3. Hintergrundgeschichten der Bösewichte
Wie bei einem jungen Bond könnte es sich für Amazon lohnen, mit den Hintergrundgeschichten anderer Figuren zu experimentieren. Star Wars hat das mit Solo, The Book of Boba Fett und Obi-Wan Kenobi getan – und im Bond-Kanon mangelt es nicht an vielschichtigen Figuren. Der naheliegendste und interessanteste Fundus dafür sind die Handlanger und Drahtzieher; so könnte etwa Blofeld im Mittelpunkt stehen – vielleicht ähnlich wie in Joaquin Phoenix’ Joker-Entstehungsgeschichte – oder auch Oddjob oder Goldfinger. Ein jüngeres Publikum wiederum würde vielleicht gern mehr darüber erfahren, wie Raoul Silva vom MI6 zum Cyberterroristen wurde.
4. Pierce Brosnan kehrt zurück
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In einem Interview mit GQ, der GoldenEye-Star sagte er, er wäre an einer hypothetischen Rückkehr zur Reihe „interessiert“. Allerdings fügte er hinzu, ein solcher Vorschlag sei „eine ziemlich romantische Vorstellung und Idee … Ich denke, man sollte das wirklich einem anderen Mann überlassen. Frisches Blut.“ Wir sind nicht ganz sicher, ob es für Brosnan eine gute Idee wäre, noch einmal voll ins Geschehen einzusteigen (wir waren auch nicht sonderlich begeistert, als Sylvester Stallones Rocky 2006 wieder in den Ring stieg) – wir könnten ihn uns jedoch durchaus in der Rolle eines erfahrenen Mentors mit einer Prise Action vorstellen, ähnlich wie Tom Cruise in Top Gun: Maverick.
5. Auf Nummer sicher gehen und weiterhin Filme mit Bond im Mittelpunkt drehen
Letztlich könnte Amazon einfach an der bisherigen Erfolgsformel festhalten, die eine so große und treue Fangemeinde gewonnen hat. Da seit der letzten Veröffentlichung fast vier Jahre vergangen sind – und der gesamte Prozess bis zur Umsetzung für die Leinwand noch bevorsteht –, dürfte das Studio möglichst bald etwas herausbringen wollen. Der einfachste Weg dorthin wäre vielleicht, nicht allzu viel auf den Kopf zu stellen. Eine neue Hauptdarstellerin oder ein neuer Hauptdarsteller, eine neue Regisseurin oder ein neuer Regisseur und eine neue Interpretin oder ein neuer Interpret des Titelsongs könnten ausreichen, um der Reihe kurz- bis mittelfristig frischen Wind zu verleihen.
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