Tamdhu 21 Jahre alt: Gut investierte Zeit
Der älteste Whisky aus Tamdhus Kernsortiment reift ausschließlich in erlesenen Oloroso-Sherry-Eichenfässern und überzeugt mit souveränem Charakter.
- Text von: Alistair MacQueen
Wenn es um Whisky geht, zahlt sich Geduld aus. Ja, es gibt genügend gute 10- und 12-jährige Whiskys zum Genießen, aber nichts kommt an die tiefgründigen Geschmacksprofile und wärmenden Abgänge heran, die nur Whiskys mit einer Reifezeit von mindestens 18 Jahren bieten.
Und vielleicht ist gerade diese Zeit und noch mehr Tamdhus größtes Kapital. Zeit prägt jede einzelne Phase seiner Herstellung, Entwicklung und Reifung bis hin zu seiner lang erwarteten Veröffentlichung für anspruchsvolle Whisky-Liebhaber auf der ganzen Welt.
Dieser 21 Jahre alte, nicht kühlfiltrierte Whisky verkörpert die Überzeugung, dass Talent ohne Hingabe nichts ist – und dieser besondere Tamdhu ist die Hingabe in Reinform.
Das Endprodukt ist zweifellos wahrhaft bemerkenswert, doch die Geschichte dieses Whiskys beginnt bei den mächtigen Eichen, aus denen die Fässer gefertigt werden und die 70 Jahre lang in den USA und Spanien gewachsen sind. Anschließend werden sie gefällt und zwei Jahre lang zum Trocknen gelagert – ein als „Seasoning“ bezeichneter Prozess, der die Übertragung der Aromen während der Reifung intensiviert. Diese Eichen verleihen dem Whisky eine charaktervolle Süße, die beim ersten Schluck des 21 Jahre alten Whiskys sofort ins Auge fällt.
Before we get to that part, however, casks constructed of this oak are crafted in the family cooperages and bodegas of Jerez. Then, as these casks travel from Spain to the Tamdhu distillery in Speyside, the whisky is prepared for a process that shows that the journey is every bit as important, and enjoyable, as the destination. And that’s where the Tamdhu commitment to tradition and craft truly excels as the whisky is allowed to mature for slightly more than 183,960 hours (yes, that’s more than 20 years, we checked) in those Olorosso sherry casks – one of the most revered types of cask available.
Bemerkenswert ist nicht nur die Herstellung des Whiskys, sondern auch die Geschichte und die Philosophie von Tamdhu selbst. Die Brennerei wurde 1897 von einer Gruppe gleichgesinnter Unternehmer am Ufer des Flusses Spey im Nordosten Schottlands gegründet. Ihre Vision war einfach: den besten Whisky der Welt zu kreieren. Nachdem ein Standort am Spey gefunden war und mit Unterstützung von Charles C. Doig, einem der führenden Architekten und Ingenieure für Brennereien, begann die Destillerie, jene Sherryfässer zu verwenden, die ihr in den folgenden 100 Jahren so gute Dienste leisten sollten. Nach einer kurzen, zweijährigen Unterbrechung der Whiskyproduktion ab 2010 wurde Tamdhu von Ian Macleod Distillers übernommen. Damit wurden der Unternehmergeist der Marke und ihr Anspruch fortgeführt, für ihren Whisky nur die besten Sherryfässer zu beschaffen.
After 21 years then, what does this taste like? Well, even before you’ve opened it, the first thing you’ll notice is that deep amber colour so typical of those expressions that go beyond the 12-year maturation period to ensure the sherry in the casks becomes fully infused with the liquid. Then there’s the detailed box and elegant bottle design, which nod to the Spanish and Moorish design motifs and style that contributed so much to its unique flavour.
Und schließlich der Geschmack: Die Eichenfässer bringen die Süße von Schokolade, Sultaninen und warmem Zimtporridge deutlich zur Geltung. Am Gaumen entfalten sich nach und nach intensive Aromen von Weihnachtskuchen und Rosinen, umrahmt von kandierter Orange und erneut einem Hauch süßer Eiche. Im Abgang beeindrucken warme Gewürze und weitere sirupartige Fruchtwellen, bevor schließlich wieder die vollmundigen, lang anhaltenden Sherrynoten hervortreten.
The whole effect is a self-assured and mature whisky that telegraphs urbanity and flavoursome brio, which proves that every hour of every day that’s elapsed for the last two decades has been time that’s been exceptionally well spent.
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