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Die Martini-Bestellungen von fünf großen Gentlemen

Die Martini-Bestellungen von fünf großen Gentlemen

Von Winston Churchill bis Ernest Hemingway: Wir shaken, rühren und servieren fünf der raffiniertesten Martini-Variationen, die die Menschheit kennt …

“Never in the field of human drinking,” – to paraphrase one of the martini’s greatest advocates – “has so much been debated by so many over so little”. The classic cocktail was first mixed into existence sometime in the late 19th century, and consists of just two humble ingredients, served in a chilled glass.

But, while this blend of gin and vermouth barely even constitutes a cocktail, somehow it has become a religion. Your martini order is an inextricable part of your identity; as telling as the car you drive, the suit you wear – or your chosen insult. And men, from heads of state to famed novelists, have all put their own signature spin on the basic recipe. Here, we shake, stir and serve five of the finest twists on the traditional martini

Ernest Hemingway trank seinen aus einem gefrorenen Glas (mit Zwiebeln)

Hemingways alkoholgetränkte Romane liefern uns einige überzeugende Rezepte für diesen bevorzugten Cocktail. In Über den Fluss und in die Wälder, marschiert Hemingways Held in die berühmte Harry’s Bar und bestellt zwei sehr trockene Martinis: „Montgomerys: 15 zu 1“, verlangt er. Dieses überwältigende Verhältnis von Gin zu Wermut geht offenbar auf Feldmarschall Montgomerys Gewohnheit zurück, seinen Gegnern in einem ähnlichen Verhältnis zahlenmäßig überlegen zu sein.

Abseits seiner Schriften erklärte Hemingway seinen Freunden, die richtige Zubereitung eines Martinis bestehe darin, das Glas vorher so stark zu kühlen, dass es an der Handfläche haften bleibe. Dann gebe man „gerade genug Wermut hinein, um den Boden des Glases zu bedecken“, und fülle es mit Gin auf. Als Garnitur dienten – eine Anspielung auf die Liebe des Autors zur Iberischen Halbinsel – „spanische Cocktailzwiebeln; sehr knackig und beim Hineingeben ebenfalls 15 Grad unter null“.

So bereitet man Hemingways Martini zu:

  1. Ein Cocktailglas vorkühlen
  2. Ein Rührglas mit Eis füllen
  3. 50 ml Gin hineingießen (Hemingway mochte Gordon’s)
  4. Stir for at least one minute
  5. Add a teaspoon of vermouth to the glass
  6. Den Gin abseihen und mit einer gefrorenen Perlzwiebel garnieren

Winston Churchill poured Plymouth Gin (hold the vermouth)

„Ich habe dem Alkohol mehr abgewonnen, als er mir genommen hat“, sagte Churchill bekanntlich – und seine Martini-Bestellung zeugt wahrlich nicht von Scheu vor Hochprozentigem. Unser hochgeschätzter Premierminister war zeitlebens ein Verfechter von Plymouth Gin, hatte jedoch wenig übrig für dessen Begleiter im Cocktailschrank, den Wermut.

Als Churchill einmal gefragt wurde, wie viel Wermut er in seinem Cocktail haben wolle, antwortete er: „Ich möchte den Wermut vom anderen Ende des Raumes aus betrachten, während ich meinen Martini trinke.“ Die Variante des Staatsmannes besteht demnach kaum mehr als aus gekühltem Gin und stoischem Schweigen. Man sagt bisweilen, dazu gehöre auch eine verschmitzte Verbeugung in Richtung Frankreich – anstelle all der ablenkenden Liköre des Landes.

So bereiten Sie Churchills Martini zu:

  1. Ein Rührglas mit Eis füllen
  2. 75 ml Plymouth Gin eingießen
  3. Bis zur gewünschten Verdünnung umrühren
  4. In ein Glas abseihen

Ian Fleming kreierte den berühmten fiktiven Martini „Vesper“

James Bonds oft zitierte Martini-Bestellung – Wodka: geschüttelt, nicht gerührt – entsetzt und begeistert gleichermaßen (durch das Schütteln, so werden Ihnen Mixologen erklären, wird die Spirituose „angeschlagen“). Doch dies war nicht die ursprüngliche Bestellung des Spions. Der „Vesper“-Martini ist das erste Getränk, das James im gesamten Bond-Kanon bestellt, und seine ungewöhnliche Zubereitung soll Flemings eigenen ausgefallenen Geschmack widerspiegeln.

Der „Kina Lillet“, der Chinin enthält und dem Vesper die Essenz eines konzentrierten Gin Tonic verleiht, ist Teil der umfangreichen, exzentrischen Zutatenliste, die Bond in Casino Royale einem Barkeeper nennt: „Einen trockenen Martini. Einen. In einem tiefen Champagnerkelch. Einen Moment. Drei Teile Gordon’s, einen Teil Wodka, einen halben Teil Kina Lillet …“

So bereiten Sie Ian Flemings Martini zu:

  1. Add cubed ice to a cocktail shaker
  2. 60 ml Gordon’s Gin und 20 ml Wodka dazugießen
  3. Top up with 10ml ‘Lillet Blanc’
  4. 15 Sekunden lang kräftig schütteln
  5. Doppelt in ein Martiniglas abseihen
  6. Mit einem langen Streifen Zitronenzeste garnieren

Franklin D. Roosevelt warf alles, was die Küche hergab, in seine Martinis

Franklin D. Roosevelt gewann im Laufe seines Lebens die Rekordzahl von vier Präsidentschaftswahlen, führte die Vereinigten Staaten durch die Weltwirtschaftskrise und lenkte das Land in die Wirren des Zweiten Weltkriegs. Und der große Staatsmann war nie entschlossener oder verlässlicher als nach einem ordentlichen starken Drink – was wohl erklärt, warum er auf jeder Reise im In- und Ausland ein eigens angefertigtes „Martini-Set“ mit sich führte.

FDRs Rezept bietet für diesen Cocktailklassiker das volle Programm – zwei Teile Gin, einen Teil Wermut, einen Hauch Olivenlake, eine Zitronenzeste und eine Olive. Auf der Teheran-Konferenz 1943 bestand der Präsident darauf, diese exakte Mischung für Josef Stalin zuzubereiten. Stalin bemerkte, sie sei „kalt im Magen“, aber nicht unangenehm.

So bereiten Sie Franklin D. Roosevelts Martini zu:

  1. Eis in ein Rührglas geben
  2. 50 ml Gin und 25 ml Wermut dazugießen
  3. Einen Spritzer Olivenlake hinzugeben
  4. Stir for 30 seconds
  5. In ein Cocktailglas abseihen
  6. Mit einer Olive und einer Zitronenzeste garnieren

Clark Gable trug mit einem Korken einen Hauch Wermut auf

Der Mann, der Hollywoods „Goldenes Zeitalter“ mit seiner verwegenen, kernigen Männlichkeit prägte, zeigte sich auch bei der Wahl seiner Drinks ähnlich unkonventionell. Und obwohl der Schauspieler Rye Whiskey mit Ginger Ale liebte, hatte er auch seine ganz eigene Variante des klassischen Martinis.

Man muss sich nur den Film Teacher’s Pet aus dem Jahr 1958 ansehen. Gables knallharter Zeitungsredakteur, der an der Seite von Doris Day zu sehen ist, übernahm seine bevorzugte Art der Martini-Zubereitung vom Schauspieler selbst. Er dreht die Wermutflasche um, bis der Likörwein den Verschluss benetzt, und fährt anschließend mit dem Korken am Glasrand entlang.

So bereiten Sie Clark Gables Martini zu:

  1. Ein Rührglas mit Eiswürfeln füllen
  2. 60 ml sehr trockenen Gin eingießen
  3. Drehen Sie Ihre Wermutflasche auf den Kopf
  4. Fahren Sie mit dem feuchten Korken am Rand eines Cocktailglases entlang
  5. Den Gin 30 Sekunden lang umrühren
  6. In das Glas abseihen

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