
Auto der Woche: Red Bulls Hypercar RB17
Bestaunen Sie den 5 Millionen Pfund teuren, straßenzugelassenen und von Adrian Newey entworfenen Hypercar, der sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Aston Martin Valkyrie und dem Mercedes-AMG One liefert
- Text von: Rory FH Smith
Früher wurden die Duelle zwischen Formel-1-Teams ausschließlich auf der Rennstrecke ausgetragen. Auf Rennkursen rund um den Globus lieferten sich die Teams Kopf-an-Kopf-Rennen, um zu beweisen, dass ihre Fahrer, Autos und Technologien überlegen waren. Doch das hat sich grundlegend geändert. Inzwischen wird der Kampf der Formel 1 auch auf der Straße ausgetragen – und zwar dank des mehr als 6 Millionen Dollar teuren Hybrid-Hypercars RB17.
Der RB17 wurde entwickelt, um es mit Formel-1-inspirierten Autos wie dem Aston Martin Valkyrie und dem Mercedes-AMG One aufzunehmen. Daher überrascht es nicht, dass Adrian Newey, einer der größten Formel-1-Autodesigner, sowohl hinter dem Aston als auch dem RB17 steht.

Red Bull kündigte den RB17 erstmals 2022 an, als Newey noch in der Red-Bull-Zentrale tätig war. Obwohl er inzwischen zu Aston Martin gewechselt ist, darf er das Projekt weiterhin beratend begleiten. Der Großteil seiner Aerodynamikarbeit ist jedoch abgeschlossen, nachdem Red Bull im Januar 2026 das endgültige Design enthüllt hat.

Aufmerksamen Beobachtern werden die neuen, hockeyschlägerförmigen LED-Frontleuchten, die optimierten Kühllufteinlässe und die markante Finne auffallen, die aus der Motorabdeckung herausragt – Hinweise darauf, dass dies der aerodynamisch fortschrittlichste Hypercar bislang sein könnte. Obwohl der RB17 ähnlich viel Platz beansprucht wie ein echter Formel-1-Wagen, wird er eine Straßenzulassung erhalten – daher die Außenspiegel und Scheibenwischer. Eine der bedeutendsten Änderungen besteht darin, dass der Auspuff nun auf dem Rücken der Motorabdeckung sitzt. Wie man das eben so macht.

Der Hybrid-RB17 wird von einem eigens entwickelten 4,5-Liter-V10 des britischen Ingenieursunternehmens Cosworth angetrieben, der ohrenbetäubende 15.000 U/min erreicht und über 1.000 PS leistet. Dem Verbrennungsmotor steht ein Elektromotor zur Seite, der den Rückwärtsgang übernimmt und zusätzliche 200 PS elektrischen Schub liefert. Kommt Ihnen das bekannt vor? Genau, ähnlich wie der 1.139 PS starke Cosworth-V12, der derzeit das Herzstück des Aston Martin Valkyrie bildet. Möge der Kampf beginnen.

Obwohl das Projekt noch nicht ganz abgeschlossen ist, ist von fühlbaren, physischen Bedienelementen im Cockpit die Rede – statt haptischer Tasten und Touchscreens – sowie von vorn angeschlagenen Schmetterlingstüren anstelle von am Dach angeschlagenen Flügeltüren, wie sie der Aston Martin Valkyrie hat. Da nur 50 Exemplare gebaut werden, dürfte der RB17 diesen Sommer bei Testfahrten auf der Rennstrecke zu sehen sein; der Produktionsstart im Vereinigten Königreich ist für das kommende Frühjahr geplant.

Während wir geduldig darauf warten, dass der Kampf der straßenzugelassenen Hypercars beginnt, richten sich alle Augen auf Neweys bislang größte Bewährungsprobe: Sein neuer Aston Martin AMR26 für die Formel-1-Saison 2026 feiert im März in Melbourne sein Renndebüt. Machen Sie sich auf einen Kampf auf und neben der Strecke gefasst.
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