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„Es ist nicht nur ein Geschäft zur Autoaufbewahrung“: Lernen Sie den Mann hinter Henry’s Car Barn kennen

„Es ist nicht nur ein Geschäft zur Autoaufbewahrung“: Lernen Sie den Mann hinter Henry’s Car Barn kennen

Aufgewachsen inmitten der Autosammlung seines Vaters, hat Henry Warhurst ein 60 Jahre altes Familienunternehmen in eine Community für eine neue Generation von Sammlern verwandelt …

Man kann sich vorstellen, dass der Betrieb eines Luxusauto-Depots gewisse Berufsrisiken mit sich bringt. Das größte davon? Die Gefahr, außergewöhnlichen Fahrzeugen gegenüber abzustumpfen. Ferrari F40, Aston Martin V8 Vantage, Ford GT40: Autos, bei denen die meisten von uns zweimal hinsehen, heimlich ein Foto machen oder vielleicht kurz und ernüchtert einen Blick auf ihre ohnehin schon arg strapazierten Monzo-Spartöpfe werfen würden. Für Henry Warhurst hingegen sind sie einfach zu einem weiteren Bestandteil seiner Arbeitswoche geworden.

„Früher allerdings“, sagt er lachend, „hätte ich noch gedacht: ‚Wow! Was für ein cooles Auto.‘ Aber ja, heute würdige ich sie keines zweiten Blickes mehr.“ Das ist verständlich. Seit seiner Kindheit ist Warhurst von begehrten Klassikern umgeben – seine Familie ist seit mehr als einem halben Jahrhundert im Geschäft mit der Einlagerung von Autos tätig. In den 1960er-Jahren begann sein Vater – ein Aston-Martin-Sammler und begeisterter Rennfahrer –, Freunden vom Royal Agricultural College in Cirencester anzubieten, ihre Autos auf seinem Anwesen unterzustellen, während sie im Ausland unterwegs waren.

Was jedoch als Gefälligkeit begann, entwickelte sich schon bald zu einem florierenden Unternehmen. Mitte der 1970er-Jahre wurden auf dem Familienhof in Warwickshire rund 50 Autos untergebracht, und 1984 wurde CCS – kurz für Classic Car Storage – offiziell gegründet. Später übernahm Warhurst das Unternehmen und entschied 2018, dass ihm eine behutsame Neupositionierung guttun würde.

„Ich wollte einfach eine neue Dynamik schaffen“, sagt er. „Und jemand sein, an den sich Menschen in meinem Alter wenden können. Das ganze Unternehmen brauchte also einfach eine Art Neuausrichtung und einen neuen Markenauftritt.“ So entstand Henry’s Car Barn. Und innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr waren aus 44 Autos 350 geworden.

Natürlich spielte auch der Zeitpunkt eine Rolle. Warhurst hatte bereits soziale Medien genutzt, um seine eigene Sammlung zu präsentieren, Neuzugänge zu filmen und hin und wieder ein „verrücktes Video“ vom Gelände zu posten, um Follower zu gewinnen. Schon bald erkannte er, dass sich eine Community bildete. Was als Möglichkeit begonnen hatte, außergewöhnliche Autos zu feiern, war zu einer Möglichkeit geworden, mit ihren Besitzern in Kontakt zu treten. Heute ist Henry’s Car Barn daher weniger ein Ort, an dem man seinen Lamborghini abstellt, sondern vielmehr ein Treffpunkt für Menschen mit derselben automobilen Leidenschaft.

„Es geht nicht nur darum, Autos unterzustellen“, erklärt Warhurst. „Es ist eher ein Concierge-Service mit einer starken VIP-Community.“ Dazu gehören Clubhäuser, Weinverkostungen, Uhren-Events und ein neuer regelmäßiger Trackday in Thruxton – alles mit dem Ziel, Kunden und ihre Autos zusammenzubringen. Doch selbst dabei rücken die Autos manchmal in den Hintergrund. „Im Grunde geht es um Gleichgesinnte – darum, sie zusammenzubringen, gemeinsam einen Kaffee zu trinken, und vielleicht reden sie dabei nicht einmal über Autos.“

Doch Autos um ihrer selbst willen sind heutzutage nicht mehr Warhursts Sache. Obwohl er seit Jahrzehnten von den begehrtesten Automobilen der Welt umgeben ist, fühlt er sich zunehmend zu solchen hingezogen, die einen Zweck erfüllen. „Dinge, die keine typischen Sammlerstücke sind, sondern eine Aufgabe haben.“ Sein Favorit aus der eigenen Sammlung ist ein Land Rover Series One von 1949 mit Bar und Pizzaofen im Heck. Außerdem stehen unten in Cornwall ein Land Rover 110 – und für sonnige Tage ein SLS Roadster. Was sie verbindet, ist weder ihre Seltenheit noch ihr Wert, sondern dass sie für ihn funktionieren.

Dasselbe Prinzip gilt Warhurst zufolge für eine ganz neue Generation von Sammlern. Die Menschen, die heute durch die Tore fahren, kaufen nicht unbedingt die Autos, die schon ihre Väter gekauft haben. Vielmehr kaufen sie die Autos, von denen sie als Kinder geträumt haben.

„Es geht um Gleichgesinnte – darum, sie zusammenzubringen …“

„All die interessanten Sammler von heute – diejenigen, die gutes Geld verdienen – kaufen die Autos, die als Poster an ihren Kinderzimmerwänden hingen, als sie sechs oder sieben waren“, erklärt er. „Wissen Sie, man hatte ein Poster oder ein Dinky-Toy-Modellauto. Sie haben sich gerade einen Bonus von einer Million Pfund ausgezahlt – was werden Sie sich davon kaufen? Vielleicht den gelben Lamborghini, den Sie als Fünfjähriger als Spielzeug hatten.“

In Henry’s Car Barn stehen Bentleys und BMWs, Morgans und McLarens. Warhurst hat zwar seine eigenen Vorlieben, doch im Laufe der Jahre hat ihn nur ein Auto wirklich überrascht: der Porsche 911 GT2 RS, umgangssprachlich auch „Witwenmacher“ genannt. Die meisten Porsche, sagt er, „funktionieren wie iPhones“. „Aber dieser hier will dich umbringen“, sagt er lachend.

Es ist dieser Sinn für Inszenierung, der das ganze Geschäft interessant hält. Denn bei allem Gerede über das Sammeln, Investieren und wertsteigernde Vermögenswerte besteht Warhursts eigentliche Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass der Besitz eines Autos weiterhin Freude bereitet. Lässt man ein millionenschweres Modell lange genug unberührt in einer Garage stehen, kann selbst dieses erstaunlich gewöhnlich werden. „Dann will man den Schlüssel ins Zündschloss stecken, und die Batterie ist leer. Das Auto ist schmutzig. Es wurde vergessen. Es muss zur Inspektion. Es muss zum TÜV. Und dann ist der Besitz dieses Autos, wissen Sie, kein Vergnügen mehr, sondern wird zur lästigen Pflicht.“

Warhursts Antwort lautet: Liebe zum Detail. Wenn ein Kunde ein Auto abholt, steht es draußen bereit – mit laufender Klimaanlage, einer Flasche Wasser im Innenraum und, als besonders nette Geste, einer Packung Haribo Starmix auf dem Sitz. Bei der Rückgabe wird es fotografiert, überprüft, aufbereitet, abgedeckt und wieder an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen.

„Das ist der kommunikative Aspekt“, sagt Warhurst. „Und genau der macht einen großen Unterschied. Es geht einfach darum, mit dem Kunden im Austausch zu bleiben und dieses Vertrauen zu haben.“ Es ist nur ein kleines Detail, doch es verrät etwas darüber, wie Warhurst diese Autos betrachtet. Sie sollen nicht unberührt herumstehen. Sie sollen gefahren werden. „Und ich glaube, heutzutage wissen wir es definitiv zu schätzen und genießen es, Vermögenswerte zu besitzen, die man anfassen und erleben kann“, sagt Warhurst. „Zum Beispiel Uhren, Wein und Autos.“ (Falls Sie sich das fragen: Warhurst trägt Patek Philippe und hat eine Vorliebe für Château Talbot 2005.)

„Will ich eine Million Pfund auf der Bank haben?“, fährt er fort. „Oder will ich ein eine Million Pfund teures Auto, das wahrscheinlich schneller an Wert gewinnt als das Geld und das ich am Wochenende fahren und gemeinsam mit meinem Kind genießen kann?“ Auf die Frage, wen er am liebsten auf eine letzte Fahrt mitnehmen würde, zögert Warhurst nicht. „Meinen Vater.“

Warhurst verlor seinen Vater, als er 16 Jahre alt war. Doch er erinnert sich an dessen DB5. „Ich glaube also, ich würde den wählen. Und ich würde ihn fragen, ob er meint, dass ich mit dem Unternehmen das Richtige tue, und ob er es ebenfalls vergrößert und das getan hätte, was ich getan habe.“

Ein passender Gedanke zum Abschluss. Denn trotz des Wachstums, der Markenwechsel und der Hunderte von Autos, die inzwischen Henry’s Car Barn durchlaufen, verdankt das Unternehmen seine Existenz noch immer etwas bemerkenswert Einfachem: Ein Vater erlaubte einigen Freunden, ihre Autos in seiner Scheune unterzustellen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später hat Warhurst aus diesem Gefallen etwas weitaus Größeres gemacht – mehrere Standorte, Hunderte von Autos und eine Gemeinschaft von Menschen, die ihre gemeinsame Begeisterung für diese Fahrzeuge verbindet. Doch lässt man die Größe, die Supersportwagen und all die VIP-Veranstaltungen beiseite, bleibt das Grundprinzip weitgehend dasselbe. Schließlich versteht es Henry’s Car Barn nach wie vor ausgezeichnet, Menschen zusammenzubringen. Vielleicht hat Warhurst auch das von seinem Vater geerbt.

Henry's Car Barn

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Gentleman’s Journal freut sich, seine neue Vertriebspartnerschaft mit Henry's Car Barn bekannt zu geben.

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