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Vom Konferenzraum zum Boarding-Aufruf: Warum Unternehmer mit wenig Zeit eigene Flugzeuge kaufen
Businessjets erleben ein Comeback. Immer mehr Unternehmer und KMU entdecken die Vorteile eines eigenen Jets. Das sind die Gründe.
- Text von: Gentleman's Journal
Zum ersten Mal einen Privatjet zu nehmen, ist ein bisschen so, als würde man den Gemeinschaftsschreibtisch bei WeWork gegen ein eigenes Büro im Shard eintauschen. Dieselben Zoom-Calls und E-Mails, nur mit deutlich mehr Beinfreiheit.
Privat zu fliegen lässt sich nur schwer beschreiben, ohne dass es nach Luxus klingt, doch eigentlich geht es dabei um Effizienz. Wenn Sie der einzige Fluggast sind, der zum Einsteigen aufgerufen wird, ist alles anders. Es gibt keine herkömmliche Gepäckaufgabe und keinen langwierigen Boarding-Prozess – nur einen kurzen Weg über das Rollfeld oder eine Fahrt im Privatwagen. Schon wenige Minuten nach Ihrer Ankunft hebt das Flugzeug ab. Der einzige Fehler, den Neulinge machen? Zu früh da zu sein. Sie werden es lernen.

Privatjets gelten seit Langem als Symbole für Wohlstand und Ehrgeiz, doch dieses Bild wandelt sich. Zunehmend gehen sie in den Besitz von Unternehmern und Gründern schnell wachsender Unternehmen über – Menschen, die Geschäfte an schwer erreichbaren Orten abschließen und die Ineffizienz kommerzieller Flugreisen schlicht leid sind. Es geht längst nicht mehr nur um Luxus, sondern darum, Zeit zurückzugewinnen. Und wie jeder Unternehmer weiß, ist Zeit die einzige Ressource, die sich nicht erneuern lässt.
Stellen Sie sich den Gründer einer Private-Equity-Gesellschaft vor, der innerhalb von zwei Tagen Portfoliounternehmen in Birmingham, Bordeaux und Bologna besucht. Oder den Geschäftsführer eines Agrartechnologieunternehmens mit landwirtschaftlichen Betrieben in Schottland, Spanien und Schweden. Die Strapazen kommerzieller Flugreisen mit Verspätungen, Zwischenstopps und verpassten Anschlussflügen sind schnell mehr als nur lästig. Sie werden zum Geschäftsrisiko.
Was also unternehmen erfolgreiche Geschäftsinhaber, die genug davon haben? Nun, einige kaufen sich eigene Flugzeuge.

The Cessna Longitude and Latitude in convoy

A Beechcraft King Air in flight
Ein Grund für den Anstieg des Flugzeugbesitzes bei kleinen und mittleren Unternehmen in den USA war die Einführung einer Regelung zur 100-prozentigen Sonderabschreibung im Jahr 2017. Dadurch konnten Unternehmen den vollständigen Kaufpreis qualifizierter, ausschließlich geschäftlich genutzter Flugzeuge bereits im ersten Jahr steuerlich absetzen. Dies machte den Besitz für Unternehmen, die ihre Effizienz maximieren und ihr zu versteuerndes Einkommen minimieren wollten, finanziell attraktiver.
Diese Steuervergünstigung führte zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der Erstkäufer. Marken wie Cessna und Beechcraft, die zu Textron Aviation gehören, zählten zu den größten Profiteuren. Anders als die 50 Millionen Pfund teuren Gulfstream-Jets früherer Zeiten sind diese wendigen und wartungsfreundlichen Flugzeuge für Unternehmen, die jährlich mehr als 150 Stunden fliegen, durchaus sinnvoll – insbesondere, wenn Sie mit einem Team reisen und Orte erreichen müssen, die von Linienfluggesellschaften nicht angeflogen werden.
Man denke an eine Beechcraft King Air für den Gründer, der für den Besuch einer Destillerie auf einer abgelegenen Insel der Hebriden landen muss. Oder an eine Cessna Citation Latitude für einen Tech-CEO, der zwischen Lissabon und Berlin auf 30.000 Fuß Höhe Meetings abhalten und trotzdem rechtzeitig zu einer Soirée am Donnerstagabend im 5 Hertford Street wieder zu Hause sein möchte.
Und ja, die Anschaffungskosten sind beträchtlich. Eine neue Citation CJ3 kostet beispielsweise rund sieben Millionen. Doch Flugzeuge sind erstaunlich wertstabil, und mit der richtigen Finanzierung sowie unter Berücksichtigung von Abschreibungen, Steuer- und Zeitersparnissen (ganz zu schweigen von der Mitarbeitermotivation) wirkt der vollständige Besitz zunehmend weniger wie ein Luxus und mehr wie ein cleverer geschäftlicher Schachzug.
Am besten geeignet für: Agrarwirtschaft oder erneuerbare Energien
Ein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug, das auf Gras ebenso mühelos landet wie am Flughafen London Oxford. Ideal, wenn Ihre Meetings in Herrenhäusern oder an Orten stattfinden, an denen noch Schafe auf der Landebahn stehen.
Am besten geeignet für: Web3-Unternehmen oder DTC-Marken
Schnell, minimalistisch und effizient – wie ein fliegendes MacBook Air. Perfekt für alle, deren Pitch-Decks Formulierungen wie „Netzwerkeffekte“ und „reibungslose Skalierbarkeit“ enthalten.

A CJ3 ready for take-off
Am besten geeignet für: Boutique-Private-Equity-Unternehmen oder Luxushotellerie
Mittelgroß, aber überraschend geräumig – mit genügend Platz für ein halbes Dutzend Kollegen und einen vollständig ausgearbeiteten strategischen Wachstumsplan. Ideal, um in drei Tagen fünf Städte zu bereisen.

The Cessna Latitude
Am besten geeignet für: Charterunternehmen, Flottenbetreiber oder FTSE-100-Unternehmen
Mit seiner interkontinentalen Reichweite, fortschrittlichen Avionik und geräumigen Kabine ist die Longitude für anspruchsvolle Geschäftsreisen konzipiert. Sie ist ideal für Unternehmen, die bei ihren weltweiten Einsätzen Zuverlässigkeit, Reichweite und Komfort verlangen.

The Cessna Longitude
Letzter Aufruf
Seien wir ehrlich: Die meisten von uns, die das hier lesen, haben wahrscheinlich noch nie ernsthaft darüber nachgedacht, eine Anzahlung für einen Privatjet zu leisten. Doch die Vorstellung, dass man es könnte, hat etwas Aufregendes. Dass Ihr Start-up eines Tages aus BahnCards und Nachtflügen herauswachsen und sich zu einem Unternehmen entwickeln könnte, das eigene Flügel braucht. Oder vielleicht ist es bereits so weit, und Sie haben es nur noch nicht erkannt.
Letztlich ist ein Privatjet nicht nur ein Statussymbol. Er ist eine Zeitmaschine für moderne Unternehmer. Ein Wegbereiter. Und mit dem richtigen Geschäftsmodell, dem richtigen Flugzeug und dem nötigen Ehrgeiz könnte er sich als die beste unternehmerische Entscheidung Ihres Lebens erweisen.
Weitere Informationen über die Flugzeuge von Textron Aviation finden Sie auf der Website.


