
Eine Hommage an das erschwingliche klassische Cabriolet
Fahrzeuge für alle, die gern im Freien baden
- Text von: Rory FH Smith
Cabrios sind keine Vernunftkäufe – und sollten auch niemals als solche betrachtet werden. Konstruktionsbedingt muss man bei ihnen enorme Kompromisse eingehen, sie sind unpraktisch und übermäßig komplex ... aber meine Güte, wie sehr wir sie lieben.
Wer noch nie das Vergnügen hatte, mit offenem Verdeck über eine von üppigem Grün gesäumte Landstraße zu gleiten, über sich nichts als endlos blauen Himmel und wärmenden Sonnenschein, sollte das unbedingt ändern. Hier ist unsere Auswahl der besten, unterhaltsamsten und erschwinglichsten Cabrios auf dem Markt.
Mazda MX5 (MK1)
Der Mazda MX5 – oder Miata, wie er bei unseren Freunden jenseits des Atlantiks heißt – ist ein Auto, das jeder echte Autonarr wenigstens einmal gefahren sein sollte. Er bietet Fahrspaß und Offenfahren in einer der ursprünglichsten und erschwinglichsten Formen auf dem Markt. Wer sich für den ursprünglichen Mk1 (oder NA, wie er bei Mazda heißt) entscheidet, erhält zudem Zutritt zum ach so exklusiven Club der Klappscheinwerfer.
Ursprünglich mit einem federleichten, aber temperamentvollen 1,6-Liter-Vierzylindermotor ausgestattet, leistet der MX5 115 PS – beziehungsweise 128 PS in den späteren 1,8-Liter-Modellen. In einem weniger als eine Tonne schweren Auto mit Hinterradantrieb sorgt das für einen Riesenspaß.
Preis: 2.000 £ – 10.000 £
Mercedes SL (R129)
Der SL (R129) entstand zu einer Zeit, als Mercedes Autos baute, die selbst die Apokalypse überdauern sollten. Dieses robuste Cabriolet kann seine Wurzeln bis zum automobilen Hochadel zurückverfolgen. Der zwischen 1988 und 2001 gebaute Wagen verdankt seinen Namen dem 300 SL – besser bekannt als „Flügeltürer“ aus den 1950er-Jahren –, der auf dem Sammlermarkt Millionen erzielt. Sein Enkel, der R129, ist dagegen schon für weniger als den Preis von zwei Glamping-Tickets für Glastonbury zu haben.
Der vom legendären Mercedes-Designer Bruno Sacco entworfene R129 war in zahlreichen Varianten erhältlich – vom Reihensechszylinder über V6- und V8-Motoren bis hin zum bulligen 7,3-Liter-V12-Modell unter der Regie von AMG. Mit seinem luxuriösen Innenraum ist er der ultimative Cruiser für den Sommer.
Preis: 5.000 £ – 30.000 £
Saab 900 „CLASSIC“
Angehender Architekt? Oder Kreativer aus der Mittelschicht mit leicht linksgerichteter politischer Einstellung und nonkonformistischem Gespür? Hervorragend, hier entlang.
Trotz seiner skandinavischen Herkunft wurde das Saab 900 Cabriolet in den USA geboren. Der kantige offene Wagen war die Idee von Robert J. Sinclair, Saabs unkonventionellem US-Präsidenten, und sollte die Marke von ihrem Image als „sicher und vernünftig“ lösen. Zwischen 1986 und 1994 verkaufte er sich wie warme Zimtschnecken. Seither gilt er als automobile Bastion der urbanen Elite – insbesondere in der etwas schärferen „Turbo“-Ausführung mit 175 PS aus einem 2,0-Liter-Turbomotor, vier geräumigen Sitzen und schnurgeradem Retro-Design.
Preis: 3.000–10.000 £
BMW 3ER (E30)
Im Zweifel nimm einen BMW – und dann am besten gleich einen E30. Diese Generation des 3er war in den 1980er-Jahren als Neuwagen das „Yuppie-Mobil“ schlechthin und sieht mit abgeschnittenem Dach besonders attraktiv aus. Als Cabriolet wirken sein messerscharfes Design und seine kantige Form zeitlos.
Mit genügend Platz für vier Personen, die Sonne zu genießen, empfiehlt sich die Suche nach einem begehrten 325iS M-Tech. Dieser war mit einem kraftvollen 2,5-Liter-Reihensechszylinder ausgestattet, der im Neuzustand 161 bhp leistete. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist das E30 M3 Cabriolet die erste Wahl – allerdings müssen Sie mit einem Preis von mehreren Hunderttausend rechnen, falls Sie überhaupt eines finden.
Preis: 5.000 £ – 20.000 £
Dieser Artikel stammt aus der Sommerausgabe 2025 des Gentleman's Journal, über die Sie hier mehr erfahren können.
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