
Die neue Grenze des Luxus für Männer? LELO glaubt, dass es sexuelles Wohlbefinden sein könnte
Mit seinem neuen F2S Double Sonic überträgt die schwedische Marke die Prinzipien luxuriösen Designs und intelligenter Technologie auf einen der intimsten Bereiche im Leben eines Mannes.
- Text von: Gentleman's Journal
Mit seinem neuen F2S Double Sonic überträgt die schwedische Marke die Prinzipien luxuriösen Designs und intelligenter Technologie auf einen der intimsten Bereiche im Leben eines Mannes.
Es gab eine Zeit, da beschränkte sich die Vorstellung von „Männer-Wellness“ weitgehend auf einen guten Rasierer und vielleicht den gelegentlichen Gang ins Fitnessstudio. Wie sich die Zeiten geändert haben. Heute ist es für uns selbstverständlich, beträchtliche Summen für Schlaftracker, Massagepistolen, Nahrungsergänzungsmittel, Hautpflege und immer ausgefeiltere Fitnesstechnologie auszugeben. So ist es wohl nur folgerichtig, dass nun einer der letzten Bereiche im Leben eines Gentlemans in den Fokus rückt, dem bislang noch keine Luxusbehandlung zuteilwurde: das sexuelle Wohlbefinden.
LELO ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in diesem Bereich tätig. Das 2003 in Stockholm gegründete Unternehmen hat sich einen Namen gemacht, indem es bei der Entwicklung von Sexspielzeug für Männer dieselben Maßstäbe anlegt, die traditionell Luxusaccessoires vorbehalten sind: Materialien, Technik, Diskretion und vor allem Design. Seine neueste Kreation, der F2S Double Sonic, zeigt vielleicht deutlicher als je zuvor, wohin sich diese Kategorie entwickelt: ein Masturbator für Männer, der eher wie ein durchdachtes technisches Gerät wirkt als wie ein herkömmliches Sexspielzeug.

Auf den ersten Blick erinnert kaum etwas daran an die eher weniger anspruchsvollen Produkte, die traditionell mit dieser Branche in Verbindung gebracht werden. Mit körperverträglichem Silikon, ABS und einer Aluminiumlegierung wirkt die minimalistische Form eher wie etwas, das aus einem besonders ambitionierten Designstudio im Silicon Valley stammen könnte. Bei einem Sexspielzeug für Männer macht die Diskretion eindeutig einen Teil des Reizes aus.
Doch erst das, was unter der Oberfläche geschieht, macht die Sache interessant. Der F2S Double Sonic ist technisch gesehen ein vibrierender Masturbator, bei dem zwei Motoren Schallstimulatoren an beiden Enden des Geräts antreiben. Mit der SmoothRise-Technologie von LELO können Nutzer die Intensität schrittweise über 16 Stufen erhöhen. Insgesamt gibt es 13 verschiedene Modi: acht sind im Gerät integriert, fünf weitere stehen über die zugehörige App von LELO zur Verfügung.
Diese Konnektivität erstreckt sich auch auf LELOs Funktion „Love Bridge“, mit der sich das Gerät über die LELO-App fernsteuern lässt. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Marke versucht, Technologie zu einem integralen und nicht nur beiläufigen Bestandteil des Erlebnisses zu machen.

Und weil offenbar kein Bereich des modernen Lebens der künstlichen Intelligenz entkommt, kommt auch hier KI zum Einsatz. Ein integrierter Sensor ermöglicht es dem Stroker, auf den Rhythmus des Nutzers zu reagieren und seine Leistung automatisch entsprechend anzupassen. LELO hat außerdem den sogenannten „Humanize“-Modus eingeführt, der bewusst subtile Variationen bei Tempo und Intensität erzeugt, damit sich die Technologie weniger, nun ja, technisch anfühlt. Das Ergebnis ist ein Vibrator für Männer, der deutlich intelligenter ist, als sein dezentes Äußeres vermuten lässt.
Vielleicht noch interessanter ist das spezielle Ausdauertraining, zu dem auch angeleitete Kegelübungen gehören. Es ist ein kleines Detail, das jedoch viel über den Wandel im Diskurs rund um die sexuelle Gesundheit von Männern aussagt. Was früher vielleicht lediglich als Masturbator betrachtet wurde, wird zunehmend in einem breiteren Kontext von Wohlbefinden und persönlicher Leistungsfähigkeit positioniert. Dieser Wandel erscheint bedeutsam.

Schließlich ging es bei Luxus schon immer darum, den Alltag durch bessere Materialien, besseres Design und eine geradezu obsessive Liebe zum Detail zu bereichern. Wir haben Uhren, die unseren Blutsauerstoff messen, Matratzen, die unseren Schlaf überwachen, und Badezimmer, die unsere Großeltern in Staunen versetzt hätten. Warum sollte ausgerechnet unser intimstes Leben konsequent analog bleiben?
Der F2S Double Sonic ist vielleicht nicht unbedingt ein Gegenstand, den man gut sichtbar auf dem Nachttisch liegen lässt. Doch vielleicht ist genau das der Punkt. Der interessanteste Luxus ist oft der, von dem niemand sonst etwas wissen muss.
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