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5 Negronis, die Sie in dieser Negroni Week probieren sollten

5 Negronis, die Sie in dieser Negroni Week probieren sollten

Vom Florentiner Original bis hin zu einer mit Kaffee verfeinerten Hommage an Triest: Diese fünf Varianten des berühmtesten Aperitifs Italiens sollte man sich in dieser Negroni Week nicht entgehen lassen.

Nur wenige Cocktails haben mit so wenig so viel erreicht wie der Negroni. Gin, Campari und süßer Wermut, traditionell zu gleichen Teilen eingeschenkt, auf Eis gerührt und mit Orange garniert: Er gehört zu jenen seltenen Drinks, deren größte Stärke ihre Schlichtheit ist.

Und mehr als ein Jahrhundert nach seiner Erfindung ist der Negroni aktueller denn je. Barkeeper auf der ganzen Welt nutzen die wunderbar unkomplizierte 1:1:1-Formel als Grundlage für Experimente, tauschen Spirituosen aus, verwenden lokale Zutaten und verzichten gelegentlich sogar ganz auf Alkohol.

Zur Negroni Week, die vom 21. bis 27. September stattfindet, führt die renommierte Londoner italienische Institution Sale e Pepe diese Idee noch ein wenig weiter. Barchef Pietro Collina hat fünf von verschiedenen Regionen Italiens inspirierte Interpretationen kreiert, die sowohl im ursprünglichen Restaurant in Knightsbridge als auch im auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisierten Schwesterrestaurant Sale e Pepe Mare im The Langham erhältlich sind.

Von Florenz bis Messina, von Portofino bis Triest – diese fünf sollte man probieren.

Florentiner Negroni

Es gibt nur einen sinnvollen Ausgangspunkt: Florenz. Die Ursprünge des Negroni werden gemeinhin auf die toskanische Hauptstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgeführt. Damals soll Graf Camillo Negroni darum gebeten haben, seinen Americano mit Gin statt mit Sodawasser zu verstärken.

Der Florence Negroni von Sale e Pepe bleibt auf wohltuende Weise der Tradition treu. Bombay Sapphire Premier Cru wird mit Campari und Cinzano 1757 Rosso Vermouth kombiniert, wobei das klassische Mischverhältnis zu gleichen Teilen beibehalten wird, das den Drink berühmt gemacht hat.

Er ist bitter, von botanischen Aromen geprägt und unverkennbar italienisch – und der Beweis dafür, dass ein Klassiker manchmal nicht neu erfunden werden muss.

Messina Negroni

Weiter südlich auf Sizilien wird es deutlich abenteuerlicher. Inspiriert vom White Negroni ersetzt der Messina die vertraute rubinrote Kombination durch etwas Helleres und Aromatischeres.

Palmaráe Premier Cru Gin bildet die Basis, ergänzt durch mit Safran verfeinerten Cocchi Americano und die charakteristische Bitternote von Suze. Der Safran ist hier der raffinierte Kniff: Er bringt ein Aroma ins Spiel, das eng mit der sizilianischen Küche verbunden ist, und verleiht dem Drink zugleich zusätzliche Würze und Komplexität.

Das Ergebnis ist in Aufbau und Charakter unverkennbar ein Negroni, präsentiert sich im Glas jedoch ganz anders.

Portofino Negroni

Wenn der Messina den Blick gen Süden richtet, entführt der Portofino den Negroni an die ligurische Küste.

Bombay Sapphire, Campari und Cinzano 1757 Rosso Vermouth bilden die vertraute Basis, bevor Feigenblattlikör dem Drink einen unverkennbar mediterranen Charakter verleiht. Feigenblätter haben ein wunderbar ungewöhnliches Aroma – grün, leicht an Kokos erinnernd und wie ein heißer mediterraner Garten. Das macht diesen Drink zum vielleicht sommerlichsten der fünf.

Bestellen Sie einen, schließen Sie die Augen, und schon fühlt sich Knightsbridge vielleicht ein wenig mehr wie die italienische Riviera an.

Triestiner Negroni

Italien nimmt seinen Kaffee ernst, doch nur wenige Städte können eine so enge Beziehung zu ihm für sich beanspruchen wie Triest. Der historische Hafen trug dazu bei, die Stadt zu einem der bedeutendsten Kaffeezentren Europas zu machen – und dieses Erbe ist die Inspiration für den dunkelsten Negroni von Sale e Pepe.

Bombay Sapphire, Campari und Cinzano 1757 Rosso Vermouth werden mit Tabaklikör und kalt extrahiertem Kaffee kombiniert, die der vertrauten Bitternote des Cocktails Röst-, Rauch- und Aromanoten verleihen.

Diesen Drink bestellt man am besten zu späterer Stunde: Er ist vollmundiger und dunkler als der Klassiker, wobei Kaffee und Tabak den Negroni eindeutig zum Digestif machen.

No-Groni

Endlich der Beweis, dass ein Cocktail ohne Alkohol nichts von seinem zeremoniellen Charakter einbüßen muss.

Der No-Groni von Sale e Pepe ist eine alkoholfreie Interpretation des italienischen Klassikers, bei der die Bitterkeit und Komplexität erhalten bleiben, die einen Negroni überhaupt erst zu einem so wirkungsvollen Aperitif machen.

Und vielleicht zeigt gerade das am besten, warum sich der Negroni bis heute gehalten hat. Mehr als 100 Jahre nach seiner Erfindung lässt sich sein Grundrezept von Florenz nach Sizilien, Ligurien und Triest übertragen — oder sogar vollständig vom Alkohol befreien, ohne den Charakter des Originals zu verlieren.

Alle fünf Negroni-Varianten sind während der Negroni Week vom 21. bis 27. September für jeweils 15 £ erhältlich – im Sale e Pepe in Knightsbridge sowie im Sale e Pepe Mare im The Langham, London.

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