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Schooner Scorer: Der Insiderwitz, der zu einer internationalen Bewegung wurde

Auf der Suche nach dem perfekten Bier (und einer tieferen Verbindung) mit dem Social-Media-Star

Was als privater Scherz unter Freunden und Familie begann – gemeinsam über einen Instagram-Account zu lachen, der nur für meine engsten Freunde gedacht war –, hat mich auf eine Reise geführt, die ich mir kaum hätte vorstellen können. Unter dem Namen @schoonerscorer, wollte ich die Sache ursprünglich locker und unaufdringlich angehen und in Pubs ganz offen und ungeschönt 425-ml-Biere (Schooners) bewerten. Doch als ich vor etwas mehr als einem Jahr begann, meine 60-sekündigen, frei gesprochenen Rezensionen auf TikTok zu teilen, entwickelte sich der Account vom privaten Spaß zu einer öffentlichen Bewegung.

Heute, da die Schooner-Scorer-Community Millionen von Aufrufen und 300.000 Fans zählt, die Schooner bewerten (wofür ich unglaublich dankbar bin), bleibt meine Mission dieselbe: den schwer fassbaren „10/10-Schooner“ zu finden und das Erlebnis so ehrlich wie möglich zu teilen. Bei meiner Reise ging es jedoch nie nur um das Getränk selbst. Auf meinen Reisen von London zu lebhaften Bierhallen in New York, Montreal, Lissabon, Amsterdam, Barcelona und darüber hinaus habe ich erkannt, dass es die Kultur, der Ort und die Menschen sind, die jeden Schooner unvergesslich machen.

Images: Ewan Macallan-Harvey

Diese Reisen sind zu eindrücklichen Erinnerungen daran geworden, warum ich mich überhaupt auf diesen Weg begeben habe. Meine Reise nach New York City etwa war ein unerwartet bereicherndes Kapitel. Ich hatte vorgehabt, den Big Apple in aller Ruhe zu erkunden, doch Manhattan hatte andere Pläne. Meinen ersten Abend begann ich im Rudy’s, einer traditionsreichen Bar mit einem gewissen rauen Charme. Dort zeichnete mir ein einheimischer Künstler mit beinahe heiliger Ehrfurcht die ikonische Skyline New Yorks auf den Rücken. Später am Abend fand ich mich im New York Athletic Club wieder – eingeladen von jemandem, der meine Story aus dem Rudy’s gesehen hatte.

Vom Dach des Clubs aus genoss ich den Blick auf den im Abendlicht funkelnden Central Park, während aus einem ruhigen Drink ein Abend voller neuer Bekanntschaften und gemeinsam geleerter großer Biergläser mit faszinierenden Persönlichkeiten wurde, darunter auch Olympioniken. Die nächsten vier Tage verliefen ähnlich – mit ständigen Einladungen, neuen Gesichtern und lebhaften Begegnungen.

Am Ende meiner Reise nahm ich mehr als nur Erinnerungen mit: Ich hatte neue Freundschaften geschlossen, und jede einzelne vervollständigte das Bild einer Stadt, die immer wieder aufs Neue begeistert. Diese ungeplanten und authentischen Momente bringen auf den Punkt, worum es bei Schooner Scorer geht: die Verbindungen zu feiern, die bei einem gemeinsamen Drink, beim Lachen und mit einer Prise Kameradschaft entstehen.

Bei dem, was ich tue, geht es nicht um Branchenjargon oder elitäres Nischendenken, sondern um Offenheit für alle. Mit Humor, einer Prise Storytelling und einem spontanen One-Take-Stil nehme ich alle mit – ob Bierliebhaber oder nicht. Ich möchte die Distanz überwinden, die soziale Medien manchmal schaffen können. Diese Haltung findet nun durch „Schooner Social“ ihren Weg in reale Treffen – eine Initiative, die unsere gemeinsame Liebe zu gutem Bier und guter Gesellschaft aus dem Netz ins echte Leben bringt. Inzwischen hat sie sogar eine ganz eigene Identität entwickelt: „ein Trinkclub mit einem Fitnessproblem“. Darin spiegelt sich auch meine persönliche Leidenschaft für Ausgewogenheit wider. Ich war schon immer davon überzeugt, dass ein erfülltes Sozialleben und ein gesunder Lebensstil miteinander im Einklang stehen können – vor Kurzem bin ich einen Marathon in 2:57 Stunden gelaufen – und genau dafür steht Schooner Social.

Diese Reise ist und bleibt für mich zutiefst persönlich und lehrt mich Demut. Nach wie vor arbeite ich hauptberuflich in einem völlig anderen Bereich, was mich auf dem Boden der Tatsachen hält, auch wenn Schooner Scorer mich mit Prominenten, landesweiten Radiosendern und führenden Persönlichkeiten der Branche zusammenbringt. Doch trotz all dieser Erfahrungen weiß ich, dass dies erst der Anfang ist. Letztlich hoffe ich, mit meiner Reise einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können, soziale Medien neu zu definieren – weg von gefilterten Idealbildern, hin zu gemeinsamen Erlebnissen und authentischem Miteinander.

Schooner Scorers fünf beste Pub-Empfehlungen für London

Auch wenn sich meine bevorzugten Stammlokale im Laufe der Zeit ändern mögen, bieten diese Häuser (in keiner bestimmten Reihenfolge) ein wunderbares Erlebnis voller Charakter, Charme und kulinarischer Raffinesse…

The Holly Bush (Hampstead): Ein Refugium voller Charakter mit prasselnden Kaminen und historischem Charme – perfekt für alle, die ein typisch britisches Pub-Erlebnis suchen.

Mc & Sons (Borough): Ein gemütlicher, lebhafter irischer Pub, der diese seltene Mischung aus authentischer Atmosphäre, Livemusik, erstklassigem Guinness und hervorragender thailändischer Küche bietet

The Hero (Maida Vale): Ein luftiger Rückzugsort im Nordwesten Londons, der zeitlose Eleganz ausstrahlt und mit einer einfallsreichen Speisekarte sowie unbeschrifteten Bierhähnen aufwartet, die einen kultivierten, nostalgischen Charme versprühen

The Surprise (Chelsea): Ein einzigartiges Juwel in einer ruhigen Straße, das britischen Charme mit tadellosem Service und einer Speisekarte verbindet, die saisonale Klassiker auf ein neues Niveau hebt

The Guinea Grill (Mayfair): Versteckt in einer ruhigen, an eine Mews erinnernden Umgebung, ist diese Mayfair-Institution für ihr hervorragendes Guinness, ihre großartigen Steaks und ihre zeitlose Eleganz in intimer Atmosphäre bekannt

Dieser Beitrag stammt aus unserer Winterausgabe 2024. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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