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Uhr der Woche: Blancpain Grande Double Sonnerie

Uhr der Woche: Blancpain Grande Double Sonnerie

Mit mehr als 1.000 Komponenten und einem von einer Rock-Schlagzeuglegende komponierten Vierklang ist die neueste Kreation von Blancpain die komplexeste Uhr, die die Schweizer Manufaktur je geschaffen hat …

Eric Singer hatte schon immer ein Faible für spektakuläre Auftritte. Der Rockschlagzeuger, der bereits mit Kiss, Black Sabbath und Alice Cooper gespielt hat, versetzte einst mit seiner legendären Nummer mit „flammenden Schlägeln“ ganze Arenen in Staunen und spielte seine Soli mit buchstäblich brennenden Sticks. Doch bei Singers jüngstem Engagement für Blancpain kamen Hämmer ganz anderer Art zum Einsatz.

Als langjähriger Freund von Markenpräsident und CEO Marc A. Hayek wurde Singer eingeladen, eine Melodie aus vier Tönen für Blancpains neue Grande Double Sonnerie zu komponieren – die komplizierteste Uhr, die Blancpain je gebaut hat. Doch auf ihre ganz eigene Art stellte diese Aufgabe eine kreative Einschränkung dar, die weitaus anspruchsvoller war als jede Stadionshow.

One of four 'hammers' used to strike out the melody

„Als mir das Blancpain-Team die technischen Spezifikationen der Uhr vorlegte, verstand ich kein einziges Wort davon“, räumt Singer ein. „Die eigentliche Herausforderung bestand darin, dass nur vier Töne zur Verfügung standen – E, G, F und H. Für eine Uhr mag das nach viel klingen, doch für einen Musiker ist es eine enorme Einschränkung.“

Doch der Perkussionist meisterte die Herausforderung. Seine eigens komponierte Melodie mit dem schlichten Titel „Blancpain“ (die Sie unten anhören können) steht neben dem klassischen „Westminster“-Glockenspiel als eine von zwei verfügbaren Melodien zur Auswahl. Zwischen ihnen lässt sich über einen Drücker am Gehäuse aus Rot- oder Weißgold wechseln. Jeder Ton wird von einem der vier unabhängig voneinander arbeitenden Hämmer angeschlagen, während eine in die Lünette integrierte Akustikmembran aus Gold die Lautstärke verstärkt – eine der 13 patentierten Innovationen der Uhr.

Da das Tempo eine wichtige Rolle spielt – insbesondere für einen Schlagzeuger –, ist die Grande Double Sonnerie zudem mit einem Regulator ausgestattet, der die Geschwindigkeit des Schlagwerks steuert. Auch dieser Regulator zählt zu den patentierten Komponenten und arbeitet magnetisch. So gewährleistet er ein stabiles Tempo, ohne zusätzliche mechanische Geräusche zu verursachen.

Doch Blancpain beließ es nicht bei musikalischer Meisterschaft. Diese neue Kreation vereint eine Grande Sonnerie mit zwei Melodien, eine Petite Sonnerie und eine Minutenrepetition in einem Uhrwerk, das zudem über ein fliegendes Tourbillon und einen retrograden ewigen Kalender verfügt. Die Zahlen hinter seiner Entwicklung sind beeindruckend: acht Jahre Forschung, 1.200 technische Zeichnungen, 1.116 Komponenten, 21 Patente und fünf integrierte Sicherheitssysteme zum Schutz einer der empfindlichsten Komplikationen der modernen Uhrmacherkunst.

Auch die kunsthandwerkliche Ausführung steht dem technischen Anspruch in nichts nach. Die 26 Brücken und die Hauptplatine des Uhrwerks sind aus 18-karätigem Gold gefertigt und werden in Blancpains Werkstatt in Le Brassus vollständig von Hand finissiert. Zu den dekorativen Veredelungen zählen Perlage in vier verschiedenen Größen, Diamantfräsen, Spiegelpolitur, Längsschliff und „Anglage“ – das Anfasen von 135 innenliegenden Kanten. Ganz im Sinne der für den Uhrmacher typischen Liebe zum Detail wurden selbst verborgene Komponenten verziert.

„Die Grande Sonnerie gehört zu den am schwierigsten zu realisierenden Komplikationen“, sagt CEO Hayek über die Kreation. „Sie ist die Königin der uhrmacherischen Komplikationen. Ich wollte eine Grande Sonnerie, die ihr Besitzer bequem tragen kann. Kein Schaustück, das lediglich in einem Tresor verwahrt wird. Zwei Melodien von echter Musikalität. Und vor allem eine Uhr, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn sie die Zeit erklingen lässt, und die echte Emotionen weckt.“

„Mit der offen einsehbaren, kunstvoll ausgeführten Sonnerie, deren vier Hämmer ihre Melodien erklingen lassen, einem prachtvollen Goldwerk voller Innovationen aus 13 integrierten Patenten und einer bis zur Perfektion getriebenen Finissierung hoffen wir, die Herzen der leidenschaftlichsten Kenner zu berühren.“

Diese Kenner werden ihre Uhren zudem individuell gestalten können – sogar personalisierte Melodien sind möglich. Das hat allerdings seinen Preis. Pro Jahr werden nur zwei Exemplare der Grande Double Sonnerie gefertigt, die jeweils 1,7 Millionen CHF (bzw. 1,6 Millionen £) kosten. Im Preis inbegriffen ist jedoch eine spezielle Präsentationsbox aus Holz aus dem legendären Risoud-Wald im Vallée de Joux. Sie wird aus klangvollem Fichtenholz gefertigt, das von Geigenbauern wegen seiner unübertroffenen akustischen Eigenschaften geschätzt wird.

Es ist ein hübsches Detail, das den klangvollen Kreis zurück zu Singer schließt und uns daran erinnert, dass er nur einer von Hunderten Künstlern und Kunsthandwerkern war, die dazu beitrugen, diesen überaus musikalischen Meilenstein in der Geschichte von Blancpain zu verwirklichen.

Blancpain

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