
Dreizehn Dinge, die du beim Wilderness Festival aufschnappen wirst
Dieses Wochenende ist es wieder so weit – die Cotswolds-Bacchanalie von einzigartigem Ruf
- Text von: Joseph Bullmore
Wilderness ist ungefähr so wild, wie David Cameron Dave ist. Irgendwie schon, aber gleichzeitig ganz und gar überhaupt nicht – und das ist auch gut so. (Diese Anspielung kommt übrigens nicht völlig aus dem Nichts: Ich habe DC bei dem Festival schon bei nicht weniger als drei verschiedenen Gelegenheiten gesichtet, jedes Mal in seiner Uniform aus marineblauem Poloshirt und hummerroter Bräune, stets genüsslich an einer Marlboro Gold oder gleich zwölf paffend und oft mit beinahe überzeugend menschlicher Miene zu Toploader nickend.)

Das ist natürlich als Kompliment gemeint. Auf dem Kontinent gibt es Festivals mit martialischen Namen, von denen man mit zwei neuen Tattoos, aber ohne intakte Trommelfelle nach Hause kommt; bizarre schamanische Rituale in der Wüste, bei denen Geld nicht existiert, MDMA aber irgendwie schon; immersive Projekte auf stillgelegten Bohrinseln, wo man einen neuen Namen bekommt und einem sämtliche Kleider abgenommen werden. Aber ohne mich. Heutzutage mag ich Festivals, die an aus dem Ruder gelaufene Dorffeste erinnern, an beschwipste Schulsportfeste oder an jene Art von 21. Geburtstagsparty, bei der die Eltern irgendwie gleichzeitig Hippies und Risikokapitalgeber sind und der Bruder von jemandem, der mal bei Bombay Bicycle Club war, seine ABBA-CDs für die Afterparty mitgebracht hat. Um drei Uhr morgens Bicep, um vier Speckbrötchen, und grüß deine Mutter schön von mir, Jamie, ich hoffe, es geht ihr sehr gut. So in der Art.
Wilderness, das dieses Wochenende zurückkehrt, ist die leibhaftig gewordene Version dieses Traums – mit jeder Menge Schlamm. Und so klingt es.
Image courtesy of Andrew Whitton/Fanatic
„Das ist normalerweise eine erstklassige Rebhuhntreibjagd.“
„Ist Hip-Hop-Karaoke immer noch kulturelle Aneignung, wenn man in der Schule eigentlich ziemlich klassisch drauf war?“ — Jemand namens Marcus, der einen Großteil der ersten Strophe von Biggie Smalls’ „Juicy“ kennt
„Wir sollten auf jeden Fall zusammen einen Podcast starten, Alter.“
„Wir schlafen übrigens im Haupthaus.“

„Habt ihr ‚Naive‘ von The Kooks?“
„Keine Sorge wegen der beiden, die schlafen einfach durch“ – ein Vater von zwei Kleinkindern mit tellergroßen Augen, der seine mit ironischen Zweitnamen bedachten Sprösslinge in einem umfunktionierten Gartenwagen eine Böschung hinaufzieht, bevor er erneut um etwas Leitungswasser bittet
„Hi, sorry, dass ich störe – aber ich glaube, wir folgen uns seit Kurzem auf LinkedIn.“
„Ist es noch eine Silent Disco, wenn mein Hemd so verdammt laut ist?“

Photo by Andrew Whitton for Fanatic
„Eigentlich wollten wir bei uns ein Festival veranstalten, aber die drehen immer noch dieses verdammte Historiendrama.“
„Kannst du das noch mal aufnehmen? Poppy verdreht die Augen so, dass man nur noch das Weiße sieht.“
„Und Olivia hat mir erzählt, dass du deinen eigenen Rosé auf den Markt bringst?“
„Bitte desinfiziere das Banham nach Gebrauch, alter Junge.“
„Danke, das ist von Sir Plus.“
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