
Die Stilikonen, die uns zeigten, wie man Black Tie trägt
Von Marlon Brando bis Ryan Gosling: Hier ist unsere Liste der größten männlichen Stilikonen, die uns gezeigt haben, wie man Black Tie trägt. Aufgepasst!
- Text von: Zak Maoui
Black Tie. Die zwei schönsten Wörter der englischen Sprache. Am unteren Rand jeder guten Einladung eingeprägt, sind sie für einen Mann der reinste Segen. Schließlich ist die formelle Kleiderordnung am einfachsten zu erfüllen und lässt uns dennoch am elegantesten aussehen. Männer tragen Smokings oder Dinnerjackets mit traditionellen, steigenden Revers aus Satin und einer Fliege – und sehen dabei verdammt gut aus.
Es ist außerdem ein universelles Zeichen dafür, dass jede Menge Spaß bevorsteht. Je besser man gekleidet ist, desto schlechter darf man sich benehmen. Und wahrscheinlich steht bei Ihnen eine Silvesterparty mit Black-Tie-Dresscode an. Damit Sie ein (hoffentlich) gutes Jahr stilvoll ausklingen lassen können, haben wir eine Auswahl an Stilikonen zusammengestellt, die den altehrwürdigen Dresscode meisterhaft verkörperten (und ausgiebig feierten).
Richard Gere
Gere besitzt eine würdevolle Ausstrahlung, wie geschaffen für den Black-Tie-Dresscode. Von „Pretty Woman“ über „American Gigolo“ (der übrigens eine der besten Filmgarderoben aller Zeiten zu bieten hat) bis hin zu modernen Klassikern wie „Arbitrage“ führt uns der Grandseigneur des Kinos vor Augen, warum sich das schlichte formelle Ensemble in Schwarz-Weiß über Jahrzehnte hinweg bewährt hat.
Matt Damon
Genauer gesagt: Matt Damon zur Zeit von „Der talentierte Mr. Ripley“. Viel Aufhebens wird in diesem wunderbar beobachteten Historienfilm um Jude Laws lässigere, legerere Garderobe gemacht – Strickpolos, Espadrilles und kurze Shorts. Doch Damons zugeknöpfter Stil ist ebenso aufschlussreich. Seine formelle Kleidung in der spannungsgeladenen Opernhausszene des Films verkörpert den Dresscode perfekt – akkurat, schlicht und zeitlos.
George Clooney
Man merkt immer, dass man sich dem Finale eines Ocean’s-Coups nähert, wenn George Clooney seine Hemdknöpfe schließt. Als Inbegriff des attraktiven Silberfuchses triumphiert und täuscht Clooney am besten zwischen Seide und gestärktem Stoff.
Paul Newman
Newman besaß eine geradezu überwältigende Coolness, die daher rührte, dass er überhaupt nicht versuchte, cool auszusehen. Er trug Persol-Sonnenbrillen, weil sie ihm die Sonne aus den Augen hielten, und Lederjacken, weil sie seinen Rücken vor der Straße schützten. Echte Mühelosigkeit war sein prägendes, alles überstrahlendes Merkmal. Man stelle sich also vor, was geschah, wenn er bis auf 11 aufdrehte – Newman im Smoking zu sehen, bedeutete, den größten, ungeschliffensten Diamanten für einen flüchtigen Moment prachtvoll poliert zu erleben.
Michael B Jordan
Als moderne Inspirationsquelle für den Black-Tie-Look verbindet Michael B. Jordan traditionelle Stilregeln mit einer zeitgemäßeren Perspektive. Seine Anzüge sind etwas körperbetonter geschnitten – und bei den Accessoires zeigt er sich verspielt, etwa mit zwei Broschen auf dem Satinrevers. Ein Black-Tie-Look wie gemacht für einen Superhelden.
Ryan Gosling
Ryan Gosling scheint in den Köpfen der Menschen zu einer wunderbaren Brücke zwischen der finsteren Rauheit des Hollywoods der Marlon-Brando-Ära und dem Glanz und Glamour der Moderne geworden zu sein. Seine Auftritte im Smoking haben dies auf eindrucksvolle Weise unterstrichen. Halb elegant, halb lässig und stets individuell hält sich Gosling an den Dresscode, ohne sich ihm je anzubiedern.
Jake Gyllenhaal
Heutzutage setzt Jake Gyllenhaal auf eine Art wohlkalkulierte Verwegenheit: die Stirn gerunzelt, das Haar kunstvoll zerzaust, der Bart gerade so markant, dass er Machismo ausstrahlt. Wenn er sich dann in einen perfekt sitzenden Smoking wirft, erinnert das Ganze an die mühelos lässigen, ausschweifenden Tage eines längst vergangenen Hollywoods.
Sean Connery
Connery wird regelmäßig zum beliebtesten James Bond der Nation gewählt, und das lässt sich wohl kaum allein mit Nostalgie erklären. Tatsächlich wurden Connerys erste Auftritte als Bond im Smoking nicht nur zum Vorbild für seine späteren Inkarnationen, sondern für den gesamten Dresscode an sich. Die scharfen und doch lässigen Linien, die weiße Spitze des Einstecktuchs, die nonchalante Pose mit der Hand in der Tasche – seine Interpretation ist das Bild, das wir alle vor Augen haben, wenn wir diese beiden kleinen Worte hören.
Prinz Harry
Die Smoking-Qualitäten des Royals spiegeln genau das wider, wofür er selbst steht: eine Verbindung zwischen der alten Welt der hannoverschen Monarchie und der Schnelllebigkeit der Gegenwart. Besonders gelungen an Harrys Aufmachung ist seine dezente Interpretation des zweireihigen Smokings: formell, zurückhaltend und doch ausgesprochen elegant.
Sidney Poitier
Sidney Poitiers Stil strahlte Eleganz und Charisma aus. Als Symbol des gesellschaftlichen Wandels – er überwand rassistische Barrieren und wurde zum Hollywoodstar – avancierte Poitier zu einer der führenden Persönlichkeiten der Traumfabrik, was sich auch in seinem Stil widerspiegelte. Dieser war zeitlos und elegant, und sein modisches Gespür – insbesondere bei der Abendgarderobe – inspiriert die Modewelt bis heute.
Marlon Brando
Ob in den bedrohlich breiten Revers von „Der Pate“ oder mit seinem schwungvollen Look bei der Entgegennahme seines ersten Oscars – Brando war ein beeindruckender Verfechter formeller Kleidung: grüblerisch, intensiv und doch makellos.
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