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Die größten Menswear-Momente für Frühjahr/Sommer 2026 von der Paris Fashion Week

Die größten Menswear-Momente für Frühjahr/Sommer 2026 von der Paris Fashion Week

Paris erlebte Jonathan Andersons Debüt bei Dior sowie die Schauen von Louis Vuitton und Lemaire

Nach der Mailänder Modewoche war Paris an der Reihe. Auf der Paris Fashion Week präsentierten sich unter anderem Dior, wo Jonathan Anderson nach seiner Ernennung im Januar sein Debüt für das Modehaus gab, Louis Vuitton und Lemaire sowie die noch jungen, aber nicht minder beeindruckenden Marken Wales Bonner und Auralee.

Im Folgenden finden Sie die Highlights der Kollektionen von der Paris Fashion Week.

Dior

Für seine Debütkollektion bei Dior entschlüsselte und interpretierte Jonathan Anderson (zuvor bei Loewe) unser bisheriges Bild der Marke neu. Mit dieser Kollektion wollte er die „Freude an der Kunst des Sichkleidens zum Ausdruck bringen: ein spontanes, einfühlsames Zusammenspiel von Damals und Heute, von Relikten der Vergangenheit, in den Archiven wiederentdeckten Dingen, klassischen Statussymbolen und Stücken, die sich über die Zeit bewährt haben.“

Die Kollektion umfasste eine Neuinterpretation formeller Kleidung mit Donegal-Tweed und Regimentskrawatten sowie der Bar-Jacke, dem Frack und Westen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Rosen und andere kleine Stickereien, etwa Diorette-Anhänger mit Rokoko-Anklängen, zogen sich durch die gesamte Kollektion, da Christian Dior diese Epoche liebte. Anderson griff zudem ikonische Stücke aus dem Erbe von Dior auf, darunter die Kleider Delft, Caprice und La Cigale. Cargoshorts erhielten das Volumen von La Cigale, das Anderson als sein Lieblingskleid aller Zeiten bezeichnete, sowie eine Rüschenkonstruktion, die von einem historischen Kleid aus dem Dior-Archiv inspiriert war.

Auralee

Die Kollektion des japanischen Designers Ryota Iwai für Auralee wurde von jener Jahreszeit inspiriert, in der es tagsüber bereits erste warme Momente geben kann, die Nächte aber noch kalt sind. „Das führt dazu, dass die Menschen Kleidungsstücke zu ungewöhnlichen Looks kombinieren, die sehr charmant wirken“, sagte der Designer hinter den Kulissen.

Die Kollektion unterstrich die mühelose Ästhetik von Auralee mit weichen Schneiderarbeiten, die auf luftige Hemden und kurze Shorts trafen. Die Silhouetten sind locker geschnitten, und selbst Leder zeigte sich in einer weicheren Verarbeitung, die bei bauschiger Oberbekleidung zum Einsatz kam.

Louis Vuitton

Louis Vuitton lockte Stars wie Beyoncé und Jay-Z zu seiner im Centre Pompidou veranstalteten Show, bei der Pharrell Williams seine neueste Kollektion für das französische Modehaus präsentierte. Auf einem Boden, der mit riesigen Schlangen und Leitern verziert war, ließ Williams Models in einer Kollektion über den Laufsteg gehen, die Indien Tribut zollte.

„Wir sind ein Haus des Reisens“, sagte Williams nach der Show und spielte damit zweifellos auf die Geschichte der Marke als Gepäckhersteller an. Für das Bühnenbild der Show arbeitete er mit Studio Mumbai zusammen und präsentierte zugleich eine Neuinterpretation des Louis-Vuitton-Gepäcks, das Marc Jacobs ursprünglich für Wes Andersons 2007 in Indien spielenden Film Darjeeling Limited entworfen hatte.

Die Louis Vuitton Frühjahr-Sommer-Herrenkollektion 2026 beleuchtet den Einfluss moderner indischer Schneiderkunst auf die zeitgenössische Garderobe weltweit und spiegelt ihn in jenem Dandytum wider, das den Kern von Williams’ Kollektionen bildet. Er erkundete verschiedene Facetten des reisenden Dandys: mit edlen Stoffen, die von der Sonne ausgeblichen oder aufgeraut wirken und so die Spuren von Wetter und Zeit sowie die Ästhetik des Dandys heraufbeschwören, aber auch mit Anklängen an die indische Bergsteigerkultur – in Form von Shelljacken, eleganten Blousons in Fleece-Optik und dandyesk veredelten Wanderstiefeln.

Lemaire

Lemaire ist für seine zurückhaltende Eleganz und den bewussten Verzicht auf Trends bekannt und hat sich zu einem Favoriten für Männer entwickelt, die gut aussehen möchten, ohne den Eindruck zu erwecken, sich allzu sehr darum bemüht zu haben. Eine gedeckte Farbpalette mit magentafarbenen Akzenten blieb dem Ethos der Marke treu, während historische Codes der Herrenmode in Form von übergroßen Piloten-Bomberjacken und klassischen Trenchcoats aufgegriffen wurden.

Hosen, die bei jeder Bewegung poetisch wallten, wurden mit hautengen Henley-Shirts kombiniert, während die Anzüge oversized geschnitten waren, dabei aber mit der für Lemaire charakteristischen Leichtigkeit und Präzision entworfen wurden.

Wooyoungmi

Für Frühjahr/Sommer 2026 „hinterfragt das südkoreanische Label Wooyoungmi die Elemente der klassischen Schneidergarderobe aus der Perspektive der Leichtigkeit“. Die Codes der Herrenmode sind allesamt präsent: Fräcke – der Inbegriff formeller Kleidung – werden aus ultraleichter Seidenviskose gefertigt und körpernah geschnitten, was für eine elegante und doch kaum bekleidete Anmutung sorgt. Hemden sind mit abnehmbaren Kragen versehen, während die altmodischen Herrenbadeanzüge der 1920er-Jahre in gestreifte Oberteile, Shorts und Bodys verwandelt werden.

Saint Laurent

Anthony Vaccarellos Kollektion wurde von einer imaginären Reise von Paris nach Fire Island inspiriert, „wo Flucht zu Eleganz und Begehren zu einer Sprache wird“. Der Designer orientierte sich an den queeren New Yorker Künstlern „[Larry] Stanton, [Patrick] Angus und [Darrel] Ellis“, die in den 1970er-Jahren zwischen den Dünen des berühmten Fire Island sexuelle Befreiung fanden. Ort und Zeitpunkt spiegelten dies wider: Die Show fand mitten am Tag in der luftigen Bourse de Commerce (seinem üblichen Veranstaltungsort) statt, in deren Zentrum ein Werk von Céleste Boursier-Mougenot – ein flaches, mit Keramikschalen gefülltes Becken – zu sehen war.

Vaccarellos Interpretation von Büromode war deutlich leichter als in den jüngsten Kollektionen, doch der Einfluss der 1970er- und 1980er-Jahre war nach wie vor unverkennbar. Farblich setzte er Akzente in Orange, Mintgrün und Rot, die er seinen üblichen Dunkelbraun- und Sandtönen gegenüberstellte.

Lesen Sie jetzt mehr über die größten Herrenmode-Highlights für Frühjahr/Sommer 2026 von der Mailänder Modewoche

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