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Eine treibende Kraft

Eine treibende Kraft

Die Geschichte des Tod’s Gommino: Wie Italiens elegantester Loafer zu einer modernen Ikone wurde

Nur sehr wenige Schuhe können wirklich für sich beanspruchen, Kultstatus zu besitzen. Noch weniger haben es geschafft, Trends, Generationen und Kleiderordnungen zu überdauern und dabei nahezu unverändert zu bleiben. Doch genau das ist dem Gommino von Tod’s gelungen. Weich, dezent und dank seiner Noppensohle sofort erkennbar, ist der Gommino zum Inbegriff einer ganz bestimmten Art müheloser mediterraner Eleganz geworden – jener Eleganz, die man mit klassischen Sportwagen, Leinenanzügen und Sommern irgendwo zwischen Portofino und Saint-Tropez verbindet.

Heute wird der Schuh von den unterschiedlichsten Menschen getragen – von Hollywoodstars und europäischen Royals bis hin zu Führungskräften aus der Finanzbranche, die übers Wochenende an die italienische Küste fliehen. Doch die Geschichte des Gommino-Schuhs beginnt lange bevor Tod’s selbst zu dem weltweit bekannten Luxusunternehmen wurde, das wir heute kennen.

Die Ursprünge des Autofahrerschuhs reichen bis in die 1950er-Jahre zurück, in das goldene Zeitalter der großen Europareisen mit dem Automobil. Wohlhabende Autofahrer und Motorsportbegeisterte, die auf den kurvenreichen Straßen Italiens und Südfrankreichs unterwegs waren, suchten zunehmend nach speziell zum Autofahren entwickeltem Schuhwerk. Herkömmliche Schuhe mit Ledersohlen erwiesen sich auf Metallpedalen als rutschig, während schwerere Schuhe nicht die nötige Flexibilität und den Komfort boten, die am Steuer eines Ferrari oder Maserati gefragt waren.

„Nachdem Agnelli ein Paar von Diego Della Valle erhalten hatte, trug er die Schuhe auch öffentlich, unter anderem bei Fernsehauftritten.“

Die Lösung kam in Form des Auto-Mokassins: eines weichen Slippers aus Veloursleder mit kleinen Gumminoppen an der Sohle, die für besseren Halt und mehr Kontrolle über die Pedale sorgten. Leicht, bequem und schnell anzuziehen, wurde der Autofahrerschuh schon bald mit dem Lebensstil des Jetsets assoziiert. In den 1960er- und 1970er-Jahren gehörte er zur Grundausstattung europäischer Playboys, Industrieller und Stammgäste an der Riviera und wurde häufig mit Hemden mit offenem Kragen, präzise geschnittenen Hosen und übergroßen Sonnenbrillen kombiniert. Genau diese Welt inspirierte Diego Della Valle, CEO der Tod’s Group.

With the Mediterranean stretching into the distance, Michael Douglas demonstrates why the Tod's Gommino has become synonymous with coastal sophistication.

Auf einer Reise durch die USA in den 1970er-Jahren stieß Della Valle auf alte Autofahrerschuhe und erkannte darin eine Chance. In Europa fehlte eine wahrhaft luxuriöse Interpretation dieser Silhouette – raffiniert genug, um sich mühelos sowohl in legere als auch in professionelle Umgebungen einzufügen. Die Familie Della Valle stellte bereits seit den 1920er-Jahren Schuhe in der italienischen Region Marken her, doch Diego hatte eine wichtige Entwicklung erkannt: Luxuskunden wünschten sich neben Stil zunehmend auch Komfort und Unbeschwertheit. 1979 brachte Tod’s den Gommino-Loafer offiziell auf den Markt.

Inspiriert von traditionellen Autofahrerschuhen und veredelt durch unverkennbare italienische Handwerkskunst, setzte der Gommino mit weicherem Leder, klareren Linien und einer Raffinesse, die ihn von allen anderen Modellen auf dem Markt abhob, neue Maßstäbe. Sein markantestes Merkmal waren die 133 in Sohle und Ferse eingelassenen Gumminoppen – die berühmten „Gommini“, die später zum Erkennungszeichen der Marke werden sollten. Der Name lässt sich sinngemäß mit „kleine Gumminoppen“ übersetzen.

Patrick Dempsey proves why Tod's driving shoes have become a paddock staple, pairing effortless Italian style with Monaco's most glamorous race weekend.

Im Gegensatz zu den steiferen Loafern jener Zeit wurde der Gommino mit Blick auf Bewegungsfreiheit und Komfort entworfen. Das Herzstück des Designs ist seine röhrenförmige Konstruktion. Anders als bei traditionellen Schuhen, die aus einzelnen festen Teilen gefertigt werden, bestehen die Seiten und die Sohle aus einem einzigen Stück Leder. Dadurch schmiegt sich der Schuh wie ein Handschuh ganz natürlich an den Fuß an. Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche Weichheit und Flexibilität.

Was von außen täuschend schlicht wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis außergewöhnlich komplexer Handwerkskunst. Jedes Paar Gomminos durchläuft bis zur Fertigstellung mehr als 100 manuelle Arbeitsschritte. Die Lederteile werden von Kunsthandwerkern in der italienischen Region Marken von Hand zugeschnitten und vernäht, wo die Produktion von Tod’s bis heute mit Stolz verwurzelt ist. Die sichtbaren, von Hand ausgeführten Nähte auf dem Obermaterial zählen nach wie vor zu den deutlichsten Merkmalen traditioneller italienischer Handwerkskunst.

In einer Zeit, in der große Teile der Luxusindustrie auf Automatisierung und Massenproduktion setzen, hält Tod’s weiterhin konsequent an der handwerklichen Fertigung fest. Das Unternehmen bezeichnet diese Philosophie häufig als „Artisanal Intelligence“ – die Überzeugung, dass wahrer Luxus nach wie vor von Menschenhand geschaffen wird.

„Zu den modernen Trägern zählen Daniel Craig und Ryan Reynolds ebenso wie Finanzexperten“

Natürlich wird keine Luxusikone ohne die richtigen Botschafter zur Legende. Dass sich der Gommino vom eleganten Autofahrerschuh zum weltweiten Statussymbol entwickelte, ist vor allem Gianni Agnelli zu verdanken, dem vielleicht größten männlichen Stilikonen Italiens. Nachdem er von Diego Della Valle ein Paar erhalten hatte, trug Agnelli die Schuhe öffentlich, unter anderem bei Fernsehauftritten. Seine Fürsprache machte den Gommino zunächst in Italiens Elitekreisen begehrt und sicherte ihm schließlich einen festen Platz in den Garderoben internationaler Jetsetter, Schauspieler und Trendsetter auf der ganzen Welt.

In den 1980er- und 1990er-Jahren war der Gommino zum Inbegriff von dezentem Wohlstand und Kultiviertheit geworden. Er verkörperte eine besondere Art von Luxus: diskret, elegant und gänzlich frei von auffälligen Markenzeichen.

Zu den heutigen Trägern zählen Daniel Craig und Ryan Reynolds ebenso wie Finanzexperten, Unternehmer und europäische Adelige, die den Sommer am Mittelmeer verbringen. Besonders beliebt ist der Schuh nach wie vor in Italien selbst.

Und vielleicht ist das der Grund, warum der Gommino auch mehr als vier Jahrzehnte nach seiner Markteinführung noch immer so zeitgemäß wirkt. In einer Ära, die von Logos, klobigen Sneakern und trendgetriebener Mode geprägt ist, mutet der Tod’s Gommino mit seiner Zurückhaltung beinahe rebellisch an. Kein auffälliges Branding, keine überflüssigen Verzierungen – nur außergewöhnliches Leder, zeitloses Design und makellose Handwerkskunst.

Andrea Casiraghi demonstrates the effortless Riviera elegance that has made Tod's Gommino driving shoes a perennial summer staple.

Eddie Redmayne keeps things casually refined in Tod's Laccetto Gommino driving shoes during an appearance at the Rio Olympics.

Denzel Washington showcases the timeless versatility of Tod's driving shoes, proving their appeal extends far beyond the Italian Riviera.

Letztlich wurde der Gommino nie dafür entworfen, die Feeds der sozialen Medien zu dominieren oder zu einem kurzlebigen Trendobjekt zu werden. Vielmehr basiert er auf einer weitaus beständigeren Idee: dem Streben nach Komfort, Eleganz und Leichtigkeit. Er zählt nach wie vor zu den stilprägenden Schuhen der modernen Luxus-Herrenmode – nicht, weil er sich ständig neu erfindet, sondern weil das schlicht nie nötig war.

Gommino Loafer aus Veloursleder

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Wenn der Gommino für die zeitlose Seite mediterraner Eleganz steht, gewährt die neueste Kollektion von Tod’s einen Ausblick auf deren Zukunft. Inspiriert von einer Yacht, die einst der Familie Kennedy gehörte, ist sie eine Studie in maritimer Raffinesse und zurückhaltendem Luxus.

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