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19.06.2026
Issue No 20
By Gentleman's Journal

Fünf neue(re) italienische Restaurants, die wirklich gut sind

  1. Osteria Vibrato, Soho
  2. Burro, Covent Garden
  3. Bar Etna, Newington Green
  4. Tiella, Bethnal Green
  5. Martino’s, Sloane Square
Joseph Bullmore
Words By Joseph Bullmore

On Tuesday evening I returned from my honeymoon in Tuscany and pretty much immediately began having papparedella alla cinghiale withdrawals. You know the symptoms. Shivering sweats over an Atis salad. Hallucinatory dreams about oversized breadsticks. Attempts to kiss your bemused server at Gail’s on both cheeks and ask how her nonna is. But as I surfaced this morning from another fugue state in which young Jacopo doused me in Aqua Panna somewhere deep inside a valley of cypress trees, I realised that help was at hand. London is in the middle of a renewed Italian restaurant obsession this summer, having graduated from its (admittedly lovely) French bistro phase of 2022-2025. Our cup now overflows with osterias, trattorias, enotecas, ristorantes, and locandas (incidentally the planned names of my first five children.) Here, in no particular order, are the five that I have earmarked to aid my recovery.

1. Osteria Vibrato, Soho

Der Name Vibrato leitet sich vom musikalischen Begriff für einen Stimmeffekt ab – eine charmante Anspielung auf die Vergangenheit von Mitinhaber und Gastgeber par excellence Charlie Mellor als Opernsänger. Das Restaurant selbst ist eine volltönende, harmonische Hymne an die verschiedenen Regionen Italiens, die die Halbinsel wie eine Art Garibaldi von Soho vereint. Auf der Speisekarte verrät eine kleine Anmerkung bei jedem Gericht, woher es stammt: panierte Lammkoteletts aus dem Latium, weißes Risotto aus der Lombardei – das übrigens zu den köstlichsten Dingen gehört, die ich seit sehr, sehr langer Zeit gegessen habe.

Osteria Vibrato, Soho

2. Burro, Covent Garden

Burro bedeutet, wie Sie wissen, Butter. Und Butter bedeutet in der italienischen Küche so gut wie alles. Als ich letzte Woche mit unserer Gastgeberin in einer Küche in der Maremma kochte, war ich gleichermaßen schockiert und begeistert, als ich sah, wie sie kurz vor dem Servieren tatsächlich einen halben Block blasse Butter in unsere Risottopfanne wuchtete. Schlecht fürs Herz, aber gut fürs Herz – wenn Sie verstehen, was ich meine. Burro verkörpert diese Philosophie auf wunderbare Weise. Die Fettuccine mit Enten-Steinpilz-Ragù sind geradezu absurd gut und pure Lebensfreude, ebenso wie die frischen, knoblauchwürzigen Tagliarini mit gehackten Miesmuscheln, Chili und Amalfi-Zitrone. Eine großartige Adresse.

Burro, Covent Garden

3. Bar Etna, Newington Green

London is in the throws of a pizza war, with rival factions fighting it out along partisan, increasingly local lines: Detroit style, New York style, Chicago style; Neapolitan, Roman, Tuscan; even London has its own varietal now, spurred on chiefly by the good work of Crisp. But Newington Green’s Bar Etna is a style entirely unto itself — a sort of East London-Philadelphia cross (with a touch of the fashionable ‘New Haven’ variant to it) which creates pies that are sometimes familiar but often surprising: like a spicy spinach curry pizza and one topped with coolea, a West Irish cheese. Created by Ed McIlroy (who also owns The Plimsoll and Tollington’s) and Philadelphian pizza chef Joe Beddia, it is very good, pleasingly original, and just as much fun as its vast, stainless steel bar implies.

Bar Etna, Newington Green

4. Tiella, Bethnal Green

Der Pub ist unser Pendant zur italienischen Trattoria – und Tiella schafft es, beides zugleich zu sein. Untergebracht in den wunderschönen, 160 Jahre alten Gemäuern des ehemaligen Globe-Pubs an der Columbia Road, verbindet es schlichtes Holz mit einer eklektischen Auswahl antiker Einrichtungsstücke. Lebhaft und ungezwungen vermittelt es – wie alle großartigen italienischen Restaurants – das Gefühl, schon immer da gewesen zu sein. Und die Fleischbällchen sind wirklich ausgezeichnet.

Tiella, Bethnal Green

5. Martino’s, Sloane Square

Martino’s ist nach seinem Gründer benannt, dem inzwischen unaufhaltsamen Martin Kuczmarksi, der in der Toskana aufwuchs, seine eigentliche Ausbildung jedoch in London erhielt: Dort arbeitete er sich durch sämtliche Ränge der Restaurantwelt bis zum COO von Soho House auf dessen Höhepunkt hoch. Zugleich verkörpert das Lokal ihn auf treffende Weise — verschmitzt und präzise, vertraut und doch wie eine Flucht aus dem Alltag. Die kleinen Details, mit schmerzlicher Sorgfalt durchdacht, aber oft unsichtbar, fügen sich zu etwas zusammen, das weit mehr ist als die Summe seiner Teile. Die Wände aus Maserholz sind wunderschön. Das Lagerbier alla spina wird herrlich kühl serviert. Die Akustik ist wundersam — ein warmer Klangteppich aus angeregtem Stimmengewirr, der das eigene Gespräch dennoch nie übertönt. Der Shakerato-Cocktail ist auf Anhieb ein Klassiker. Und das Essen ist wirklich köstlich, mit Liebe zubereitet und serviert. (Ich nehme gern die Fettuccine Alfredo und danach das Kalbskotelett nach Mailänder Art am Knochen.) Ganz ehrlich: Es ist ein nahezu perfekter Ort.

Martino’s, Sloane Square