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13.02.2026
Issue No 3
By Gentleman's Journal

Fünf Jobideen für Brooklyn Beckham

  1. The Duke of York
  2. Botschafter in den USA
  3. KI-Gründer
  4. Lifestyle-Kolumnist
  5. Aktivist für die Regulierung sozialer Medien
Joseph Bullmore
Words By Joseph Bullmore

Obwohl ich solche Dinge nicht besonders verfolge, habe ich gehört, dass Brooklyn Beckham kürzlich wieder in den Schlagzeilen war – vermutlich, weil sich seine 15,99 Pfund teure scharfe Soße bei Whole Foods richtig gut verkauft, und das völlig zu Recht. Aber da fragte ich mich, woran sich der Fotograf, Koch und Berufsehemann wohl als Nächstes versuchen könnte, zumal er, wie man mir sagt, künftig deutlich weniger Zeit damit verbringen wird, die Frage seines Vaters zu beantworten: „Aber ich gehe doch locker als 35 durch, oder?“

1. The Duke of York

Eine kürzlich frei gewordene Rolle als Mitglied einer äußerst einflussreichen Familie, die ständig von Gerüchten über Untreue, generationsübergreifenden Spannungen und – schaut in die Notizen – Matriarchinnen heimgesucht wird, die auf Hochzeiten aufreizend tanzen. Sollte für Brooklyn also ein Leichtes sein. Siehe auch …

The Duke of York

2. Botschafter in den USA

Ein weiterer plötzlich frei gewordener Posten, nachdem die Journalisten des „Guardian“ gelernt haben, wie man die Suchfunktion auf Justice.Gov bedient – diese Nerds. Brooklyn ist dafür bestens qualifiziert: amerikanischer Name, amerikanische Ehefrau, vermutlich ein solides Verständnis der Organisation des Nordatlantikvertrags und so weiter und so fort.

Botschafter in den USA

3. KI-Gründer

Ich glaube tatsächlich, dass KI in Zukunft eine enorm große Rolle spielen wird, und Brooklyn hat jetzt die Chance, von Anfang an dabei zu sein. Seine KI könnte eingesetzt werden, um sehr spezifische Fragen beinahe wie ein Mensch zu beantworten, zum Beispiel: „Warum ist es so schwierig, Elefanten zu fotografieren?“ und „Wie lange dauert es, einen Laib Parmesan aufzuschneiden?“

KI-Gründer

4. Lifestyle-Kolumnist

Mir scheint, Brooklyns bisheriges Problem besteht darin, dass er bei seiner Berufswahl viel zu aufrichtig und frei von Zynismus war. Vielleicht könnte er stattdessen am Wochenende Listicle-Kolumnen schreiben, etwa: „Fünf Berufsideen für einen leicht übergewichtigen, unbedeutenden Privatschüler.“ Beispieleinträge: „Arzt“, „Betreuer“ oder, am treffendsten: „Irgendetwas, bei dem er sich so fühlt wie an jenem einen Tag, als er wider Erwarten das Tennisturnier in St Edward’s gewann, seine Mutter ihn abholte und ihm auf dem Heimweg eine Lucozade mit Zitronengeschmack kaufte und alles in Ordnung war und noch niemand gestorben war.“ Oder so ähnlich.

Lifestyle-Kolumnist

5. Aktivist für die Regulierung sozialer Medien

Denn vielleicht ist Brooklyn Beckham ja nicht bloß der leicht zu verspottende Sonderling dieses spätkapitalistischen Augenblicks, sondern tatsächlich nicht mehr und nicht weniger als einfach einer von uns: ein zerbrechliches Wesen, das von Mächten, die weit größer sind als wir selbst, dazu gezwungen wird, sein Leben und seine Beziehungen zur Ware zu machen – im Dienste einer Büchse der Pandora, die uns nicht nur Produkte verkaufen, sondern auch uns selbst in Produkte verwandeln will, sodass nun jedes Privatleben öffentliches Eigentum, jede Erfahrung bloß Material und jedes Kind kaum mehr als ein Subunternehmer irgendeiner wuchernden Marke synthetischer Authentizität ist, vermarktet von Eltern, die genauso verloren, verwirrt und verängstigt sind wie ihre Kinder. Oder, na ja, er könnte es noch einmal als Koch versuchen.

Aktivist für die Regulierung sozialer Medien