Wenn es zwei Trends gibt, die unseren seltsamen spätkapitalistischen Moment auf den Punkt bringen, dann sind es sicherlich diese: der beängstigende, aber zugleich seltsam unspektakuläre Aufstieg der KI und der Aufstieg von Guinness von einem Stout, das sieben von zehn Punkten verdient, zum ultimativen Statusgetränk. Das eine ist eine düstere, wandelbare Technologie, umgeben von Fehlinformationen und Mitläufer-Hype – und das andere ist KI. Stark.
Umso erfreulicher ist es, diese beiden Kräfte in einem zugegebenermaßen hervorragenden neuen Projekt namens „Guinndex“ aufeinandertreffen zu sehen. Dabei handelt es sich um eine durchsuchbare Plattform, die diese Woche von den beiden Ingenieuren Matt Cortland und John Fleming ins Leben gerufen wurde und einen umfassenden Index der Preise für ein Pint Guinness im gesamten Vereinigten Königreich zusammengestellt hat. (Irgendwo in Camberwell ist gerade ein Mann im Percival-Overshirt in Ohnmacht gefallen.) Die Gründer entwickelten eine „dialogfähige KI-Sprachassistentin“ namens Rachel (deren Akzent sie lustigerweise an den der nordirischen Gewinnerin der jüngsten Staffel von The Traitors anlehnten) und ließen sie jeden Pub des Landes anrufen und fragen, wie viel ein Pint Guinness koste – anschließend wurden die Gespräche transkribiert und die Daten zusammengeführt, wobei vermutlich all die Stellen herausgeschnitten wurden, an denen die Leute sagten: „Moment mal, warum ruft Rachel aus der jüngsten Staffel von The Traitors im Pub an?“
Ganz nebenbei hat die Erhebung auch eine interessante Momentaufnahme vom heutigen Zustand der Pubs in diesem Land eingefangen – von Namenskonventionen bis hin zur Architekturgeschichte (wussten Sie, dass 392 Pubs im Vereinigten Königreich früher einmal Bahnverwaltungen waren?). Ich habe diese umfangreichen Daten nun mit meinem eigenen KI-System ausgewertet (und kann den jungen Alistair Ingleby jedem wärmstens empfehlen, der einen unbezahlten Praktikanten sucht) – und präsentiere im Folgenden einige der bemerkenswerteren Erkenntnisse.