Diese Woche überschlug sich das Internet vor Lob für Jeremy Strongs Verkörperung von Mark Zuckerberg im kommenden Film „The Social Reckoning“ – also eine echte gesellschaftliche Abrechnung, und zwar ausgerechnet in jenem Internet, das zu einem großen Teil Mark Zuckerberg gehört. Ein Meta-Moment für Meta also, falls Sie noch mitkommen – und nur ein Teil dieses zunehmend unheimlichen Gefühls, dass Geschichte in fiebriger Echtzeit stattfindet und nicht mit dem üblichen Abstand einiger ernüchternder Jahrzehnte. Die meisten Menschen sind bereits in ihren Achtzigern oder im Sarg, wenn ein Biopic über sie gedreht wird. Zuckerberg hatte schon vor seinem 42. Geburtstag zwei, was entweder bedeutet, dass er ein wirklich großartiger Kerl ist (siehe auch: Jesus im Kassenschlager „Die Bibel“), am Ende aber auch das Gegenteil bedeuten könnte – wobei wir uns mit unserem Urteil zurückhalten sollten, bis wir den dritten Film der Trilogie gesehen haben: „The Social Fallout“, in dem Timothee Chalamet einen Tech-Gründer spielt, der auf urkomische Weise versucht, sich mit einem KI-Headset durch eine nukleare Einöde zu navigieren.
Vorerst aber haben wir den großartigen Strong, der vor allem als der kokainaffine, in Loro Piana gekleidete Trauerkloß Kendall Roy aus Succession. bekannt ist. Matt Belloni von Puck postete neulich auf X: „Jeremy Strongs Mark Zuckerberg in The Social Reckoning könnte tatsächlich das Internet sprengen“ – was eigentlich eine ziemlich nützliche Schlusswendung wäre, denn das Internet entpuppt sich als ein wirklich scheußlicher Ort, wobei ich nicht ganz herausfinden kann, wessen Schuld das ist. Jedenfalls brachte mich das dazu, über die anderen wirklich denkwürdigen Darstellungen von Tech-Gründern auf unseren Bildschirmen nachzudenken. Bitte unbedingt liken und teilen!