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27.02.2026
Issue No 5
By Gentleman's Journal

Fünf der besten John-F.-Kennedy-Jr.-Accessoires aller Zeiten

  1. Die Leica Minilux
  2. Die Wallet-Chain
  3. Der Rucksackanzug
  4. Der Knöchelgips
  5. Das Mountainbike in Manhattan
Joseph Bullmore
Words By Joseph Bullmore

Ich habe mir kürzlich „Love Story“ angesehen, die Ryan-Murphy-Serie über die stürmische Romanze zwischen John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette. Für mich ging es in der Serie jedoch eigentlich um eine ganz andere Liebesbeziehung – nämlich die zwischen John John und seinen „Hat Hats“, wie er sie mit ziemlicher Sicherheit nicht nannte. Für einen Mann mit einer bemerkenswerten Haarpracht hatte JFK Jr. wirklich eine große Schwäche für Baseballcaps. (Das ist eines von mehreren Dingen, die er und ich gemeinsam haben, wobei mein Vater nach wie vor darauf besteht, nie mit Marilyn Monroe geschlafen zu haben.) Das brachte mich ins Grübeln: Welche anderen legendären Accessoires trug John F. Kennedy Jr.? Ist es an der Zeit, in „TriBeCa“ zu investieren? Und wann gibt endlich jemand ein neunteiliges Prestige-Drama über den Fluch der Familie Bullmore (Gicht) in Auftrag?

1. Die Leica Minilux

Die titanverkleidete Kompaktkamera Minilux kam im September 1995 auf den Markt – genau in dem Monat, in dem Kennedys Politik- und Lifestyle-Magazin George erschien. War JFK Jr. gerade in eigener Mission als Fotograf unterwegs, als diese Aufnahme entstand? („Enthüllt: Manhattans längster Hund liegt vorn!“) Oder richtete er den Blick einfach auf die Paparazzi zurück, die ihm folgten wie Möwen einem Fischkutter? So oder so haben Kennedys Lederriemen und die spezielle Tragetasche, mit der er hier unbeholfen herumhantiert, etwas liebenswert „90er-Jahre-Urlaubspapa“-Haftes. Besondere Erwähnung verdient auch die bestickte Mütze, die der Teekessel auf dem Aga-Herd meiner Mutter jetzt gern zurückhätte.

Die Leica Minilux

2. Die Wallet-Chain

Bei all den endlosen „Get the Look“-Influencer-Beiträgen rund um das neu erwachte Interesse am Stil von JFK Jr. wurde ein Accessoire häufig übersehen: die Portemonnaiekette. Könnte es sein, dass dieses Teil – zuletzt 2002 erfolgreich getragen von dem Jungen an meiner Schule, der eine wirklich großartige Jo-Jo-Sammlung, aber einen wirklich schrecklichen Vater hatte und einen deshalb gern mal in einen Spind schubste – selbst für all die Jacob-Elordi-Doppelgänger unerreichbar ist, die derzeit meinen Social-Media-Feed verstopfen? Oder ist es höchste Zeit, dass Aimé Leon Dore eine 500 Pfund teure Kollaboration mit Rip Curl herausbringt, die aus unerfindlichen Gründen mit Bildern eines alten Italieners beworben wird, der Pasta isst?

Die Wallet-Chain

3. Der Rucksackanzug

Ganz schön JP-Morgan-Traineeprogramm 2012, das hier. (Wobei jeder, der an seinem ersten Tag in der City in einem hellen Leinenanzug auftaucht, wohl umgehend ins Büro auf den Cayman Islands verbannt würde.) Kennedy, der bekanntlich zweimal durch sein Anwaltsexamen fiel (die Schlagzeile lautete: „The Hunk Flunks!“), trägt hier einen Look, in dem viele weniger stattliche Männer wie zu groß geratene Schuljungen an ihrem ersten Tag in der vierten Klasse wirken würden – völlig ahnungslos, dass sie gleich an ihrem JanSport-Rucksack an den Rugbytorpfosten aufgehängt werden.

Der Rucksackanzug

4. Der Knöchelgips

JFK Jr. (das „F“ steht für „Fraktur“) setzte seine kantigen, akkurat geschnittenen, marineblauen „Master of the Universe“-Anzüge oft in Kontrast zu einem ungeschliffenen Adrenalin-Chic – am deutlichsten sichtbar an den diversen Handgelenkbandagen und Beingipsen, die er im Laufe der Jahre trug. Sein Knöchelgips, den er nach einem Gleitschirmunfall im Jahr 1999 bekam, war vielleicht der ikonischste – die freiliegenden Zehen, selbst zum grauen Geschäftsanzug, waren gewiss eine seltene metaphorische Lücke in der Rüstung des ersten Sohnes von Camelot; ein Satz, auf den ich tatsächlich ziemlich stolz bin. Tragischerweise wurde der Gips bald zum Sinnbild für den fortdauernden Fluch ebenjener Dynastie. John ließ ihn nur wenige Tage vor seinem tödlichen Flugzeugabsturz vor der Küste von Martha’s Vineyard am 16. Juli 1999 abnehmen, und man geht davon aus, dass sein geschwächter Knöchel zu dem Unfall beitrug.

Der Knöchelgips

5. Das Mountainbike in Manhattan

JFK Jr. nutzte für seine Streifzüge durch Manhattan zahlreiche Rennräder und Mountainbikes – vor allem, weil er oft vergaß, sie abzuschließen, und bei seiner Rückkehr häufig feststellen musste, dass sie gestohlen worden waren. (Ihm zu Ehren nehme ich es inzwischen mit einem Lime Bike ähnlich locker.) Zu den Modellen gehörten ein metallicrotes GT mit geradem Lenker, ein sturmgraues Peugeot-Rennrad, ein tiefschwarzes TREK, ein bananengelbes Cignal und – vielleicht das schönste von allen – ein violettes Gary Fisher Aquila mit hellgrauen Geländereifen und Bullhorn-Lenker: robust genug, um das fürchterliche Kopfsteinpflaster von TriBeCa oder den einen oder anderen Paparazzo als Temposchwelle zu bewältigen.

„Er fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit“, sagte Michael Gross, einer von Johns Freunden und Autor bei George. „Ist die Vorstellung von John Kennedy Jr. auf seinem Fahrrad, frei wie ein Vogel, nicht einfach wunderbar? Es ist ein wunderschönes Bild von jemandem, der in einem Käfig lebt und einen Weg findet, daraus zu entkommen.“

Das Mountainbike in Manhattan