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Uhr der Woche: A. Lange & Söhnes Triple Split kommt nach London

Uhr der Woche: A. Lange & Söhnes Triple Split kommt nach London

Beim Concours of Elegance in Hampton Court enthüllt: Glashüttes teuflisch komplexer Rattrapante-Chronograph aus Platin kann zwei bis zu zwölf Stunden dauernde Ereignisse vergleichen – und alle sechs Stoppzeiger augenblicklich zurückspringen lassen.

Die auf den weitläufigen Rasenflächen Heinrichs VIII. beim alljährlichen Hampton Court Concours d’Elegance präsentierten Automobile sorgten Anfang September für so manchen zweiten Blick. Doch niemand hatte vom Hauptsponsor der Veranstaltung einen „Dreifachen“ erwartet – einen Dreifach-Chronographen, um genau zu sein.

Im Pavillon von A. Lange & Söhne wurde sie ganz still und leise enthüllt, während draußen unter dem bewundernden Blick zahlreicher rotbehoster Autonarren Bugattis aus den Dreißigern und Lamborghinis aus den Neunzigern dröhnend um den Springbrunnen paradierten. Es war eine überraschende Präsentation des unvergleichlichen „Uhrmachers“ par excellence aus Glashütte, der traditionsreichen Uhrenstadt im ehemaligen Ostdeutschland.

Hampton Court Palace provides the backdrop to the Concours of Elegance and Lange’s latest unveiling.

Ein stattlicher, 43 mm breiter und 16 mm hoher Brocken aus 950er-Platin, in dem die wohl raffinierteste Stoppuhr der Uhrenbranche steckt, die bereits 2018 erstmals patentiert wurde. „Lassen Sie sie auf den Boden fallen“, bemerkte Langes sympathischer Forschungs- und Entwicklungsleiter Tony de Haas, „und Sie haben ein Loch im Boden.“

Split-time measurement extends across the seconds, minutes and hours, allowing comparisons over as long as 12 hours.

Was am Präsentationstisch mit Sicherheit herunterklappte, waren die Kinnladen. Ein Schleppzeiger-Chronograph ist schon raffiniert genug: Per Drücker bei 10 Uhr lässt sich der zentrale, umlaufende 60-Sekunden-Zeiger „teilen“, sodass ein darüberliegender Zeiger stehen bleibt und damit die Zeit eines Ereignisses festhält, während der andere die Zeitmessung für ein zweites Ereignis fortsetzt.

Allerdings nur, wenn jedes Ereignis – etwa der Lauf zweier Athleten bei einem 200-Meter-Sprint – innerhalb von 60 Sekunden endet. Was Langes Triple Split dank eines schier unglaublich komplexen, 14-lagigen Sandwichs aus Mikromechanik ermöglicht, ist die Schleppzeigerfunktion für zwei weitere laufende Chronographenzeiger: den 30-Minuten-Zähler bei 3 Uhr und den 12-Stunden-Zähler bei 12 Uhr. So lassen sich nun die Marathonzeiten zweier Läufer vergleichen, nicht nur ihre Sprintzeiten. Oder, angesichts der Hauptpartnerschaft von Lange mit dem Concours in Hampton Court, die Zeiten zweier GT1-Rennwagen beim 12-Stunden-Rennen von Sebring.

The Triple Split in platinum, with a rhodié-coloured dial and a sapphire caseback revealing the manually wound calibre L132.1.

Darüber hinaus handelt es sich um einen Schleppzeiger- oder „Rattrapante“-Chronographen: Die drei angehaltenen, übereinanderliegenden blauen Zeiger können unter die darüberliegenden rhodinierten Zeiger zurückspringen und ihre Messung fortsetzen. Und damit nicht genug: Alle sechs Stoppzeiger verfügen über eine Flyback-Funktion. Mit einem Druck auf den Drücker bei 4 Uhr lässt sich alles auf null zurückstellen, sodass unmittelbar die Zeitmessung eines weiteren Ereignisses beginnen kann.

Die technischen Sicherheitsmechanismen des Kalibers L132.1 reichen im wahrsten Sinne des Wortes tief: Während des gesamten Schleppzeiger- und Rückstellvorgangs wird das reibungsbedingte Auskuppeln der Hebel auf ein Minimum reduziert. Zugleich wird jede Uhr tagelang von ein und demselben Uhrmacher montiert, der dabei darauf achten muss, Langes typischerweise makellose Handveredelung im „sächsischen“ Stil nicht zu zerkratzen (Streifenschliff, gebläute Schrauben, Goldchatons oder „Ketten“, gravierte Unruhkloben …

Wie de Haas scherzt: „Für jeden, der sich gedanklich darauf einlässt, ist es eher ein ‚Trouble Split‘ als ein Triple Split.“

The 567-part calibre L132.1 combines triple split-time measurement with a flyback function and meticulous hand-finishing.

Während Heinrich VIII. eher der Jagd, dem Tjost und dem Jeu de Paume zugetan war, lassen die automobilen Schönheiten und Meisterwerke, in deren Kreis sich Langes Werbetafeln Jahr für Jahr beim Concours wiederfinden, dieses hochoktanige Triebwerk im Miniaturformat bei der glanzvollen Veranstaltung im Hampton Court Palace passender denn je erscheinen. Allerdings muss man einräumen, dass das glänzende neue Platin-„Chassis“ des Triple Split nicht gerade für ein günstiges Leistungsgewicht spricht …

Triple Split aus Platin

A. Lange & Söhne

Triple Split aus Platin

£181,000.00

Limitiert auf 100 Exemplare (ca. 210.000 €)

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