Secrid bietet einen Crashkurs in niederländischem Erfindergeist
Seit dreißig Jahren revolutioniert Secrid mit seinen minimalistischen Designs ganz unaufgeregt den traditionellen Geldbörsenmarkt. Sie sind weder protzig noch modisch kurzlebig, sondern wirklich innovativ, hochwertig verarbeitet und – man wagt es kaum zu sagen – stilvoll.
- Text von: Aobh O'Brien-Moody
An der Brieftasche eines Mannes lässt sich viel über ihn ablesen. Ist es ein ramponiertes Portemonnaie, das wegen all der Kassenbons von 2017 aus allen Nähten platzt? Oder besitzt er gar keines und stopft seine Karten und sein Bargeld stattdessen in die Taschen, wo sie häufig unauffindbar sind – besonders, wenn er die nächste Runde ausgeben soll? Vielleicht sieht es aber auch gar nicht wie eine Brieftasche aus, sondern eher wie ein elegantes, schlankes Etui, das unauffällig in der Sakkotasche verschwindet. Wenn Letzteres zutrifft, handelt es sich wahrscheinlich um ein Secrid.
Die Geschichte von Secrid begann 1995, als das niederländische Paar René van Geer und Marianne van Sasse van Ysselt – er Industriedesigner, sie Modedesignerin – bemerkte, dass sich der Inhalt der Hosentaschen veränderte. Bargeld war Karten gewichen, und die Welt setzte zunehmend auf Plastik statt auf Papier. Also machten sie sich daran, etwas Neues zu entwickeln: ein schlankes Etui, das Karten nicht nur aufbewahren, sondern auch schützen konnte. Das Ergebnis war die Bodycard: ein Kartenetui aus Kunststoff, das Bankkarten vor dem Verbiegen und Zerbrechen schützte.
Schon bald waren mit dem Aufkommen von Smartphones fast alle wichtigen Dokumente auf Taschenformat geschrumpft. Die Menschen trugen weniger bei sich, doch das, was sie mit sich führten, war wichtiger denn je. In diesem Moment wurde Secrid von René und Mariannes Nebenprojekt zu ihrem Hauptaugenmerk, und sie beschlossen, all ihre Energie in den Aufbau einer Marke zu stecken, die für sie selbst ebenso bedeutungsvoll sein sollte wie für ihre Kundinnen und Kunden.
Inspiriert vom Design des kurz zuvor auf den Markt gebrachten iPhones stellte das Secrid-Team 2009 den Cardprotector vor. Die ersten 13.000 Cardprotector wurden mithilfe von Familie und Freunden am Küchentisch im Haus des Paares montiert. Das aus hochwertigem Aluminium gefertigte Etui im Taschenformat verfügte über einen cleveren Mechanismus, mit dem sich die Karten mit einer einzigen Bewegung herausschieben ließen, sowie über einen RFID-/NFC-Schutz, der das unbefugte Auslesen von Kartendaten verhinderte.
Von da an ging alles ganz schnell. Die Modellvielfalt wuchs, und die Designpreise häuften sich. Es folgten Miniwallet, Slimwallet und Twinwallet – stets mit dem charakteristischen, angenehm präzisen Ausklappmechanismus als Herzstück. Secrid war nun mehr als nur ein cleveres Design: Die Marke setzte den Maßstab für das moderne Portemonnaie.
Doch bei Secrid ging es noch nie nur um das Produkt. Die Marke ist stolz in den Niederlanden verwurzelt, wo jedes Portemonnaie von einem 150-köpfigen Team aus Menschen mit Behinderung in geschützten Werkstätten gefertigt wird. Nachhaltigkeit ist fest in das Produkt eingearbeitet: Als zertifizierte B Corp hat sich Secrid dazu verpflichtet, langlebige Produkte aus verantwortungsvoll beschafften Materialien und mit möglichst wenig Abfall herzustellen. Sollte Ihr Portemonnaie einmal repariert werden müssen, bietet Secrid sogar einen „Care and Repair“-Service an – bringen Sie es einfach zu einem der 1.400 Reparaturstandorte weltweit und lassen Sie es innerhalb der Garantiezeit kostenlos reparieren. In einer Zeit des übermäßigen Konsums denkt Secrid langfristig.
Damit wären wir beim Cardprotector+, der größten Weiterentwicklung seit dem Original. Auf den ersten Blick erkennt man die vertraute Silhouette. Doch bei genauerem Hinsehen fallen die Verbesserungen auf: eine leichtgängigere Mechanik, eine robustere Konstruktion, etwas mehr Fassungsvermögen und Oberflächen, die jahrelanger Beanspruchung standhalten.
Es ist eher eine Evolution als eine Revolution – eine jener stillen Verbesserungen, die man erst bemerkt, wenn man das Produkt täglich benutzt. Secrid nennt dies die „Industrial Evolution“: eine Bewegung von Menschen, die die Industrie neu gestalten und den Wandel von der Massenproduktion hin zu langlebigeren, nachhaltig hergestellten Produkten vorantreiben.
Der Cardprotector+ ist zukunftssicher und für 2025 und darüber hinaus konzipiert. Zu den herausragenden Merkmalen gehören ein neuer patentierter Auto-Lock-Mechanismus, der alle Karten – einschließlich Metallkarten – nach dem Einstecken automatisch fixiert, neue vegane Hightech-Faserpads, die Abrieb minimieren und formstabil bleiben, sowie markante Rillen für eine edle Haptik.
Das beweist, dass die besten Designs keiner radikalen Neuerfindung bedürfen – sondern nur gelegentlicher, wohlüberlegter Verbesserungen. Ähnlich wie ein guter Anzug oder eine klassische Uhr ist er ein Begleiter, der mit Würde altert, unaufdringlich seinen Dienst verrichtet und Sie dabei umso besser aussehen lässt.



