
Die Met Gala 2025 wird das bislang größte Ereignis für Herrenmode
Unter der Leitung von Pharrell Williams, Lewis Hamilton, A$AP Rocky und Colman Domingo steht die Met Gala 2025 unter dem Motto „Superfine: Tailoring Black Style“
- Text von: Zak Maoui
Die Met Gala, kurz gesagt ein Wohltätigkeitsball, bei dem Spenden für das Costume Institute des Met Museums gesammelt werden, ist das größte Ereignis im Modekalender. Jahr für Jahr (mit Ausnahme eines von Covid überschatteten Jahres) findet die Met Gala am ersten Montag im Mai statt und lockt Scharen von Musikern, Schauspielern, Designern, Models und überhaupt allen, die Rang und Namen haben, ins Metropolitan Museum of Art. Bei diesem durch und durch modischen Ereignis müssen sich alle an ein strenges Motto halten, das von Anna Wintour und Andrew Bolton, dem Chefkurator des Anna Wintour Costume Center des Museums, vorgegeben wird. Im vergangenen Jahr kleideten sich die Gäste nach dem Motto „Sleeping Beauties: Reawakening Fashion“, im Jahr davor lautete es „Karl Lagerfeld: A Line of Beauty“.
Und in nur einer Woche findet die Met Gala erneut statt. Für 2025 wurde das Motto „Superfine: Tailoring Black Style“ angekündigt. Pharrell Williams, A$AP Rocky, Lewis Hamilton und Colman Domingo fungieren gemeinsam mit Anna Wintour als Co-Vorsitzende, während LeBron James die Rolle des Ehrenvorsitzenden übernimmt.
„Superfine: Tailoring Black Style“ ist das erste Met-Gala-Motto seit über 20 Jahren, das Herrenmode in den Mittelpunkt stellt. Inspiriert wurde es von dem 2009 erschienenen Buch der Gastkuratorin Monica L. Miller: Slaves to Fashion: Black Dandyism and the Styling of Black Diasporic Identity.
Auf der Website der Met Gala heißt es, dass das Thema und die begleitende Ausstellung „eine kulturelle und historische Betrachtung des Schwarzen Dandys bieten werden – von der Entstehung dieser Figur im Europa der Aufklärung im 18. Jahrhundert bis hin zu ihren heutigen Ausprägungen in Städten auf der ganzen Welt“.
„Die Ausstellung wird die Bedeutung des Kleidungsstils für die Herausbildung Schwarzer Identitäten in der atlantischen Diaspora untersuchen“, heißt es auf der Website weiter. „Historisch wurde der Begriff Dandy verwendet, um jemanden – häufig einen Mann – zu beschreiben, der sich mit größter Hingabe dem Stil widmet und ihn als Disziplin begreift. Das Dandytum wurde Schwarzen Männern im Europa des 18. Jahrhunderts zunächst aufgezwungen, als der atlantische Sklavenhandel und eine aufkommende Konsumkultur einen Trend zu modisch gekleideten, also dandyhaft herausgeputzten Bediensteten hervorbrachten. Das Dandytum bot Schwarzen Menschen die Möglichkeit, durch Kleidung, Gestik, Ironie und Esprit die ihnen zugeschriebenen Identitäten zu verändern und sich neue Formen der Verkörperung politischer und gesellschaftlicher Möglichkeiten vorzustellen.“
Die Met Gala 2025 dürfte zu einer rauschenden Hommage an einige der besten Herrenmode-Kreationen der Geschichte werden. Ob die Anzüge, die in Virgil Ablohs Louis-Vuitton-Kollektionen im Mittelpunkt standen, die politisch aufgeladene Mode von Wales Bonner oder die Dandy-Anzüge des britischen Designers Ozwald Boateng – all das dürfte nächste Woche zu sehen sein, wenn die Stars, vom ehemaligen Gentleman's Journal-Digital-Coverstar Calum Turner bis hin zu Russell Wilson, die Stufen des Met hinaufsteigen.
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