
Die bestgekleideten James-Bond-Darsteller in der Geschichte des 007-Franchise
James Bond ist eine der berühmtesten Figuren der Filmgeschichte. Zugleich gehört er zu den bestgekleideten – wobei jeder Schauspieler, der ihn verkörpert hat, 007 eine ganz eigene Note verlieh.
- Text von: Zak Maoui
In Sachen Mode hat der Film einiges zu bieten. Da wäre Patrick Bateman, der in American Psycho Valentino trägt, Steve McQueen in dreiteiligen Anzügen von Gianni Campagna in The Thomas Crown Affair sowie Mike Feist, Zendaya und Josh O'Connor, die in Challengers ganz auf von Jonathan Anderson entworfenen Normcore setzen. James Bond ist unbestreitbar eines der stilprägendsten Film-Franchises der Kinogeschichte. Bond kleidet sich zum Töten – ganz gleich, welche Verkörperung der Figur einem zuerst in den Sinn kommt. Ob Daniel Craigs Interpretation in Tom Ford oder Roger Moores berühmte, messerscharfe Version: Bond ist die Blaupause für eleganten Stil. Und seine Hemden bezog er stets von Turnbull & Asser.
Im Laufe der Jahre hat die Kostümabteilung hart daran gearbeitet, jede Bond-Version ebenso faszinierend wie die nächste zu gestalten – in 25 Filmen wurde die Figur von neun Schauspielern verkörpert –, und uns immer tiefere Einblicke in die Garderobe des Geheimagenten gewährt.
Allerdings hatten nicht alle Darsteller bei der Kostümauswahl so viel Glück. Im Folgenden haben wir unsere bisherigen Lieblingsgarderoben von Bond zusammengestellt ...
Roger Moore
Roger Moore, der Bond in sieben Filmen spielte (darunter Leben und sterben lassen, Im Angesicht des Todes und Octopussy), ist vor allem als Playboy-Bond bekannt. Er übernahm die Rolle 1973 und beauftragte seinen persönlichen Schneider Cyril Castle, der in der Conduit Street im Londoner Stadtteil Mayfair ansässig und für seine legeren, freizügigeren Anzüge im Stil der Siebzigerjahre bekannt war, ihn einzukleiden.
Moore führte den Zweireiher bei Bond ein und präsentierte extrem breite Revers, stark taillierte Schnitte und große, offene Kragen. Dazu breite Krawatten und grau karierte Sportsakkos, kombiniert mit Schlaghosen – und fertig war ein Bond, bei dem das Aussehen ebenso wichtig war wie die Missionen, die er eigentlich erfüllen sollte. Ach ja, und den Verkaufszahlen von Safarijacken bescherte er einen gewaltigen Schub.
Sean Connery
Der verstorbene Sean Connery schlüpfte 1962 in die Rolle von Bond und zählt mit einer Körpergröße von 1,88 m zu den größten Schauspielern, die 007 verkörpert haben. Und Kleidung stand ihm einfach. Er war für sein selbstbewusstes Auftreten in dreiteiligen Anzügen bekannt und trug unter seinem melierten grauen Glencheck-Anzug von Anthony Sinclair häufig eine Weste.
Doch Connerys Garderobe hatte mehr zu bieten als nur Maßanzüge. 1965 spielte Connery bereits zum vierten Mal Bond, und in Thunderball erlaubte sich die Kostümabteilung ein wenig Spaß. Bei den Dreharbeiten auf den Bahamas trug er einen Urlaubslook aus einem kaugummirosafarbenen Bowlinghemd mit offenem Kragen und ultrakurzen Shorts, der bis heute als Lehrstück in Sachen Urlaubsstil gilt und, da sind wir uns sicher, Saison für Saison auf dem Moodboard Ihres Lieblingsmodedesigners landet.
Daniel Craig
Daniel Craigs Bond gilt weithin als der bestgekleidete und trug die elegantesten Outfits überhaupt. Er setzte auf Tom Ford (Anzüge und ausgesprochen schöne Mäntel), Brioni und Brunello Cucinelli. Bei Uhren bevorzugte er Omega, bei Schuhen hatte er eine Schwäche für Crockett & Jones. Und natürlich gab es da auch diesen Speedo-Moment, der der Welt eine andere Seite des Geheimagenten zeigte. In seinen perfekt geschnittenen Anzügen sah er ausgesprochen elegant aus, ließ aber zugleich auch Freizeitkleidung – etwa Rollkragenpullover von Sunspel – ebenso stilvoll wirken.
Pierce Brosnan
Pierce Brosnan verkörperte Bond ausnahmslos in Brioni. Während seiner Amtszeit von 1995 bis 2002 war die Marke stets seine erste Wahl. Brosnan, der wohl berühmteste Bond unserer Zeit, ist vielleicht vor allem für seinen dreiknöpfigen Brioni-Leinenanzug mit Fischgrätmuster und hellbraunen Knöpfen bekannt, den er 1999 in Die Welt ist nicht genug trug. Zwar hat jeder Bond seinen Auftritt im Smoking, doch nur wenige trugen ihn so wie Pierce Brosnan. Er setzte auf Schwarz und mitternächtliches Marineblau sowie auf Schalkragen und fallende Revers. Es war eine Meisterklasse in Sachen stilvoller Abendgarderobe, die im Bond-Stilkanon bis heute fortlebt.
George Lazenby
Auch wenn George Lazenby vielleicht nicht als der beste Bond-Darsteller in der Geschichte der Filmreihe gilt, hatte sein Bond – schauspielerische Leistung hin oder her – eine Garderobe, über die es sich zu sprechen lohnt. Im Geheimdienst Ihrer Majestät kam 1969 in die Kinos, und Lazenby präsentierte eine neue Art von Bond.
Lazenbys blaue und graue Anzüge mit Fischgrät-Glencheck- und Kreidestreifenmuster sind zeitlos. Seine Sakkos hatten weich konstruierte Schultern mit natürlich eingesetzten Ärmeln und waren mit zwei Knöpfen versehen. Er war außerdem der erste Bond, der Dreiknopf-Sakkos trug – ein Markenzeichen des Geheimagenten, das bis zu Craigs letztem Auftritt Bestand hatte.
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