
Die Alchemie des Herbstes: Einblicke in die Weinlese bei Moët & Chandon
Die neue Harvest Experience des renommierten Hauses gewährt einen äußerst seltenen Einblick in die Herstellung von Champagner
- Text von: Joseph Bullmore
- Fotografie: Tom Cockram
Moët & Chandon lassen sich bei der Weinlese normalerweise nicht über die Schulter schauen – so wie auch Zauberer nicht wollen, dass man erfährt, wie ihr Trick funktioniert. Und tatsächlich ist Magie hier die passende Metapher. Als der alte Dom Pérignon dieses Gebräu angeblich zum ersten Mal kreierte, schrieb er seinen Mitbrüdern: „Kommt schnell: Ich schmecke die Sterne.“ Die Sterne sind der Teil, den wir alle kennen und spüren – man muss nicht die Nukleosynthese beobachten, durch die sie entstanden sind (Sie wissen schon, wenn Wasserstoffatome zu Heliumkernen verschmelzen), um zu finden, dass sie zu Blinis mit Räucherlachs wirklich ganz wunderbar passen. Und könnte nicht außerdem ein Teil der Freude an diesem natürlichen, geheimnisvollen, beinahe alchemistischen Prozess der Weinherstellung durch die penetrante Faktenversessenheit des Lifestyle-Journalisten zunichtegemacht und geschmälert werden?


