
Der Aufstieg der Rolex-Räuber
Hotelspione, Luxus-Vermittler, private Sicherheitsdienste und Macheten bei Harrods: Einblicke in Londons Epidemie der Uhrendiebstähle
- Text von: Kieran Morris
- Illustrator: Claudine Derksen

Hotelspione, Luxus-Vermittler, private Sicherheitsdienste und Macheten bei Harrods: Einblicke in Londons Epidemie der Uhrendiebstähle

Hotelspione, Luxus-Vermittler, private Sicherheitsdienste und Macheten bei Harrods: Einblicke in Londons Epidemie der Uhrendiebstähle
Wer eine trägt, hebt sich von der Masse ab. Für die Uhrenhändler im Londoner Hatton Garden gehört Paranoia zum Alltag. Sie versuchen, wo immer möglich, anonym zu bleiben. Doch wer durch die Gassen dieses berüchtigten Schmuckviertels schlendert, kann die neue Generation leicht erkennen – wenn man weiß, worauf man achten muss. Morgens bevölkern sie die Cafés, mittags gehen sie ins örtliche PureGym und anschließend über den Markt in der Leather Lane, um ein proteinreiches Mittagessen zu holen. Danach kehren sie an ihre Schreibtische zurück und betreiben Daytrading wie die großspurigen Londoner Börsenjungs in den glorreichen Achtzigern. Dank der rasant gestiegenen Beliebtheit gebrauchter Rolex-Uhren haben einige in den vergangenen Jahren Millionen verdient; andere werden in den nächsten Wochen Millionen machen. Zu sehen sind Jeans von Jacob Cohën, T-Shirts von Dior, Slipper von Prada und silberne Tennis-Colliers. Uhren hingegen sieht man kaum. „Das ist es nicht wert“, verrät ein Händler, der ganz typisch darum bat, anonym zu bleiben.
Wer eine trägt, hebt sich von der Masse ab. Für die Uhrenhändler im Londoner Hatton Garden gehört Paranoia zum Alltag. Sie versuchen, wo immer möglich, anonym zu bleiben. Doch wer durch die Gassen dieses berüchtigten Schmuckviertels schlendert, kann die neue Generation leicht erkennen – wenn man weiß, worauf man achten muss. Morgens bevölkern sie die Cafés, mittags gehen sie ins örtliche PureGym und anschließend über den Markt in der Leather Lane, um ein proteinreiches Mittagessen zu holen. Danach kehren sie an ihre Schreibtische zurück und betreiben Daytrading wie die großspurigen Londoner Börsenjungs in den glorreichen Achtzigern. Dank der rasant gestiegenen Beliebtheit gebrauchter Rolex-Uhren haben einige in den vergangenen Jahren Millionen verdient; andere werden in den nächsten Wochen Millionen machen. Zu sehen sind Jeans von Jacob Cohën, T-Shirts von Dior, Slipper von Prada und silberne Tennis-Colliers. Uhren hingegen sieht man kaum. „Das ist es nicht wert“, verrät ein Händler, der ganz typisch darum bat, anonym zu bleiben.
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