
Bovets „erschwingliche“ Weltzeituhr: die ultimative Uhr für den modernen Jetset
Mit der Lancierung der Récital 30 holt Bovet seine bislang komplexeste uhrmacherische Innovation auf den Boden der Tatsachen zurück – zumindest annähernd.
- Text von: Archie Rutland
Wenn Sie schon einmal von Bovet Fleurier gehört haben, kennen Sie sich wahrscheinlich recht gut mit Haute Horlogerie aus. Wenn Sie eine der begehrten Uhren der Manufaktur besitzen, gehören Sie zu den wenigen Glücklichen, die diese seltene Kunstform am eigenen Handgelenk erleben dürfen.
Founded by Édouard Bovet in 1822 – in London, because of its strong trade links with the Far East – Bovet capitalised on the lucrative Chinese market of its time. The brand’s luxury pocket watches, made in Fleurier, Switzerland, became synonymous with timekeeping in China. So much so, in fact, that “Bovet” became the de facto name for high-end chronographs, much like Hoover or Aspirin in the West.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselte Bovet mehrfach den Eigentümer und hatte mit der internationalen Nachfrage nach Luxusgütern zu kämpfen. Im Jahr 2001 wurde die Maison schließlich vom ehemaligen Pharma-Manager und Privatsammler Pascal Raffy übernommen, der seither die Exklusivität und die handwerklichen Wurzeln der Marke wiederbelebt hat.
Mit einer bewusst äußerst niedrigen Produktionsmenge von nur 1.000 Uhren pro Jahr richtet sich Bovet vor allem an passionierte Sammler und verzichtet auf breit angelegte Marketingkampagnen. Das Spitzenmodell Récital 28 Prowess 1 ist ab 650.000 CHF erhältlich, und rund ein Drittel aller Bovet-Uhren wird individuell angefertigt. Mit exquisiter Guillochierung, äußerst seltenen Materialien und Miniaturmalereien aus Emaille ist eine Bovet ebenso sehr ein Kunstwerk wie ein Meisterwerk der Zeitmessung.

Im vergangenen Jahr löste die Récital 28 als erste mechanische Armbanduhr das Problem der weltweiten Zeitzonen und der Sommerzeit. Nach sechsjähriger Entwicklungszeit verfügt sie über 24 Walzen, auf denen bedeutende Städte rund um den Globus und ihre jeweiligen Zeitzonen angezeigt werden. Eine 25. Walze berücksichtigt die Abweichungen der Sommerzeit von der koordinierten Weltzeit (UTC). Das bedeutet: Ganz gleich, wo auf der Welt sie sich befindet, zeigt die Uhr stets die richtige Zeit an, ohne dass dafür jemals die Krone betätigt werden muss. Dieses in unserem digitalen Zeitalter scheinbar banale Problem zu lösen, ist eine bedeutende Leistung und ein revolutionärer Durchbruch für die bescheidene Armbanduhr. Mit ihrer skulpturalen Weltzeitanzeige ist die Récital 28 das ultimative Accessoire für den kosmopolitischen Vielflieger – das sich allerdings nur sehr wenige leisten können.

Mit der Einführung der Weltzeituhr Récital 30, von der in diesem Jahr nur 30 Exemplare erhältlich sein werden, hat Bovet diese Technologie nun jedoch einem etwas breiteren Publikum zugänglich gemacht. Die Titanversion ist ab 68.000 CHF erhältlich – gerade einmal ein Zehntel des Preises der Prowess – und bietet Liebhabern, Bewunderern und Sammlern die Möglichkeit, ein Stück jüngster mechanischer Innovation und Uhrmachergeschichte zu besitzen, ohne dafür einen sechsstelligen Betrag ausgeben zu müssen. Und wenn Sie bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kostet die Roségoldversion stolze 95.000 CHF. Wenn Sie also mehr Zeit in Flughafenlounges verbringen, als Sie zugeben möchten, könnte dies das perfekte Mittel gegen Ihren Zeitzonen-Blues sein.
Weitere Informationen über das Haus BOVET und die Récital 30 finden Sie auf der Website Bovet.com


