
5 schottische Herrenmodemarken, die Sie tragen sollten
Von einem traditionsreichen Label mit Stil bis hin zu einem Sonnenbrillen-Start-up: Das sind unsere liebsten Modemarken aus Schottland …
- Text von: Jonathan Wells
Wenn es um Nationaltrachten geht, hat Schottland eine der markantesten. Ob Sporrans oder Sgian Dubhs: Die Kleidungsstücke, aus denen sich die berühmte Tracht des Landes zusammensetzt, sind weltweit bekannt. Doch bei all ihrem Prunk, ihrer Feierlichkeit und Raffinesse wirken diese traditionellen Gewänder weder praktisch noch zeitgemäß.
Zum Glück hat eine neue Generation stilbewusster schottischer Modefans und Designer Schere und Nadel gezückt und eine neue Tradition begründet: nachhaltige, stilvolle und moderne Herrenmode. Im Folgenden stellen wir fünf unserer liebsten Modemarken aus Schottland vor – von einem traditionsreichen Label mit attraktiven Designs bis hin zu einem Sonnenbrillen-Start-up. Und weit und breit kein Kilt.
Johnstons of Elgin aus Moray
Den Anfang macht ein Schwergewicht des schottischen Stils – und ein Meister der Strickkunst. Johnstons of Elgin wurde 1797 ins Leben gewebt und war Vorreiter bei der Verwendung naturfarbener Tweedstoffe als Tarnkleidung für Jagdgesellschaften in den Highlands. Im Laufe der Jahre perfektionierte das Label vor Ort die Kunst des Färbens, Spinnens, Webens und Veredelns – und ist heute für seine schicke Strickmode weltberühmt und zudem königlicher Hoflieferant.
Jedes Stück ist eine Investition. Wenn Sie jedoch nach einem zeitlosen Herzstück für Ihre Herrengarderobe suchen, gibt es nichts Besseres als den Kaschmir-Rollkragenpullover der Marke – außergewöhnlich weich und mit einem feinen Rippstrick gefertigt, der das Gewicht reduziert. Johnstons of Elgin hat sein weltberühmtes Kaschmir außerdem mit Seide kombiniert, um schlichte, aber elegante T-Shirts zu kreieren – und daraus auch puristische Schals gefertigt. Uns gefällt die unten gezeigte dezente Variante im Tartan „Silver Bannockbane“ besonders gut.
Kestin aus Edinburgh
Mit fast zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Modebranche gründete Kestin Hare 2015 – mit einem vermutlich wunderschön geschnallten Gürtel um die Hüften – sein gleichnamiges Label. Von seinem Hauptsitz in seiner Heimatstadt Edinburgh aus machte sich der Designer daran, den schottischen Stil neu zu definieren, indem er traditionelle Ideen mit innovativen Techniken und Materialien kombinierte. Das Ergebnis ist beeindruckend; besonders lobenswert sind der Fokus auf nachhaltige Beschaffung und eine verantwortungsvolle Produktion.
Uns gefallen vor allem die Farben – hier ein kräftiger Akzent, dort natürliche Töne. Nehmen wir zum Beispiel die unten abgebildete „Rosyth“-Jacke: ein Paradebeispiel für ausdrucksstarke Mode mit praktischer Note. Oder diese „Melrose“-Socken, die aus hochwertigem Merinogarn gewebt und vollständig unter einem Dach in Schottlands bester Sockenfabrik gefertigt werden. Auch die „Gladsmuir“-Weste mit ihrem farblich abgestimmten Zwei-Wege-Reißverschluss und den aufgesetzten Taschen ist ein zuverlässiger Smart-Casual-Klassiker.
Begg x Co aus Ayr und Hawick
Begg x Co fertigt seit 1866 in Schottland wunderschöne Schals, Umschlagtücher und Stolen (Pelzschals für Damen). Doch die Marke ist auf beeindruckende Weise mit der Zeit gegangen und stellt heute Strickwaren, Accessoires und Wohnaccessoires her, die perfekt zu unserem reduzierten, auf Nachhaltigkeit bedachten modernen Lebensstil passen. Wie andere führende schottische Marken hält auch Begg x Co höchste Produktionsstandards ein und kann jede Faser von der Ziege bis zum fertigen Kleidungsstück zurückverfolgen.
Die Strickjacke „Aspen“ mit Hornknöpfen verleiht dem klassischen Grobstrickdesign mit Schalkragen dank ungefärbter Wolle besondere Nachhaltigkeit. Der erbsengrüne Pullover „Isla“ ist ein Unisex-Liebling: ein klassisch geschnittener Rundhalspullover, neu interpretiert mit einem leuchtenden, kräftigen Farbakzent. Die lässige Strickhose „Crovie“ wiederum ist ein unverzichtbares Loungewear-Basic mit lockerem Fall, Bündchen an den Beinabschlüssen und einem herrlich weichen Tragegefühl.
Finnieston Clothing aus Glasgow
Gegründet in Glasgow – einer Stadt, die für ihre robuste und zuverlässige Schiffbaukunst bekannt ist – wurde dieses Premium-Lifestyle-Label 2017 ins Leben gerufen. Ausschließlich mit schottischen Zulieferern, Materialien und Handwerksbetrieben wird jedes Kleidungsstück im Geiste dieses von harter Arbeit geprägten Erbes gefertigt. Die Kollektionen umfassen moderne, von Arbeitskleidung inspirierte Stücke, von denen einige sogar die Namen längst geschlossener örtlicher Werften tragen – als Hommage an die Vergangenheit der Stadt.
Besonders gut gefällt uns die Jacke „Vancouver“, die schwerere Variante von Finniestons Overshirt „Anderston“, mit zwei Brusttaschen und einer innen aufgenähten Stoffnachbildung eines Überstundenzettels aus einer Werft. Die exklusiv von Robert Mackie gefertigte Mütze „Conic“ besticht durch ihre charakteristische melierte Optik. Und der Pullover „Stewarton“ mit gerippten Bündchen und Kragen setzt mit einer markanten Brusttasche aus Walkwolle einen besonderen Akzent.
Tens Sonnenbrillen aus Aberdeenshire
Die Geschichte von diesem Sonnenbrillen-Start-up begann 2014 mit einem Roadtrip durch die schottischen Highlands – auf der Suche nach Sonnenschein. Eine kreative Gruppe von Fotografen stellte fest, dass sie einen Großteil ihrer Zeit in der Nachbearbeitung damit verbrachte, ihren Bildern wärmere Farbtöne und Farben zu verleihen. Daher beschloss sie, Sonnenbrillen zu entwickeln, die diese Filter und Farbtöne auf das echte Leben übertragen würden. Eine Crowdfunding-Kampagne (und viele Prototypen) später war Tens geboren.
Und es stehen Dutzende verschiedene Designs zur Auswahl. Die größtenteils aus italienischem Acetat gefertigten Fassungen werden allesamt in Schottland entworfen – zu unseren Favoriten zählen die an den Clubmaster angelehnte Sonnenbrille „Larsson“, die Fliegerbrille „Forrest“ und das Modell „Dakota“ mit doppelter Brauenlinie.
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