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Sous Simple: Kochen nach Feierabend

Es muss nicht immer Algenconsommé mit Kürbiskernemulsion sein. Die Spitzenköche Großbritanniens verraten, auf welche überraschend unkomplizierten Gerichte sie sich am Ende einer langen Arbeitswoche freuen.

James Lowe, Küchenchef im Lyle’s, Shoreditch

I move between London and Brighton during the week so tend to lean on a lot of store cupboard ingredients when cooking for myself at home, as fresher produce doesn’t last. My go-to would be Italian, simple pastas such as carbonara or cacio e pepe, or just a selection of a few beautiful ingredients if it’s a light lunch or dinner – anchovies, cheese, bread and some good olive oil.

Robert Chambers, Executive Chef at Luca, Clerkenwell

In meiner Freizeit koche ich besonders gern Gerichte, die ich im Restaurant nicht zubereite. Das kann eine große Portion Curry sein, die am nächsten Tag noch besser schmeckt und dafür sorgt, dass meine Frau ein paar fertige Mittagessen im Kühlschrank hat. Ich nutze aber auch sehr gern die Gelegenheit, draußen auf meinem Gozney zu kochen. Besonders gern mache ich Sfincione – eine sizilianische Pizza –, die ich mit ganz frischer Tomatensauce, Sardellen und Kapern belege. Wenn sie fertig gebacken ist, zupfe ich noch frischen Mozzarella und frisches Basilikum darüber.

Executive Chef Robert Chambers, photo courtesy of Luca

Clare Smyth, Küchenchefin und Inhaberin des Core by Clare Smyth, Notting Hill

Wenn ich nicht in der Küche stehe, koche ich am liebsten ganz unkompliziert – ein hochwertiges ganzes Brathähnchen mit Salat. Am liebsten grille ich es nach der Bierdosen-Methode.

Mauro Colagreco, Küchenchef im Mauro Colagreco im Raffles London at The OWO, Whitehall (auf dem Titelbild abgebildet)

Ich würde sagen, dass die ideale Kombination oft die einfachste ist. Aber ich bin auch gerne ein wenig experimentierfreudig, daher besteht mein Lieblingssalat im Sommer häufig aus einer Mischung aus ganz frischen Tomaten, frischen Mandeln und weißen Pfirsichen mit einem einfachen Dressing.

Jun Tanaka, Küchenchef und Inhaber des The Ninth in Fitzrovia

Ich liebe es, Meeresfrüchte auf dem Grill zuzubereiten – das gehört zu meinen Lieblingsgerichten. Die Düfte und Aromen erinnern mich an Urlaub, und das macht mich immer glücklich. Bei Steve Hatt, meinem Fischhändler vor Ort, kaufe ich einen ganzen Steinbutt oder andere frische Meeresfrüchte, würze sie mit Salz und grille sie auf meinem Kamado Joe. Dazu serviere ich einen einfachen Tomatensalat und gegrilltes grünes Gemüse.

Chef-Patron Jun Tanaka, photo by Paul Winch-Furness

Adam Smith, Küchenchef im Woven by Adam Smith, Berkshire

Ein einfaches Brathähnchen gehört bei uns jede Woche auf den Tisch. Je nach Jahreszeit variieren wir die Beilagen. Wenn es wärmer ist, gibt es dazu Quinoasalat mit Avocado und Cashewkernen, und wenn es draußen kalt ist, ersetze ich ihn durch Röstkartoffeln und Brokkoli. Wenn ich Essen bestellen würde, wäre es meistens Sushi. Bei uns in der Nähe gibt es ein paar tolle Lokale, bei denen wir häufig bestellen.

Tomás Gormley, Küchenchef und Inhaber des Cardinal in EdinburghAn meinen freien Tagen gehe ich derzeit am liebsten ins Pablo Eggsgobao in Goldenacre. Praktischerweise liegt es nur zwei Gehminuten von meinem Haus entfernt. Dort gibt es im Grunde nur ein Gericht, aber das ist fantastisch: ein Frühstücks-Bao mit Lorne-Wurst, Spiegelei, Rösti und Sriracha. Es ist wahrscheinlich eine echte Kalorienbombe, aber absolut köstlich.

Chef-Patron Tomás Gormley, photo by Stephen Lister

Mark Birchall, Küchenchef und Inhaber des Moor Hall in Aughton, West Lancashire

An meinen freien Tagen brate ich ein paar Hähnchen und serviere dazu Kartoffeln, Karotten, Blumenkohl mit Käsesauce, Frühlingsgemüse und Bratensauce – das ist kinderleicht und die ganze Familie kann gemeinsam davon essen. Aus den Resten mache ich dann für den nächsten Tag ein rotes Thai-Curry.

Cynthia Shanmugalingam, Küchenchefin im Rambutan, Borough Market

Wenn ich spät nach Hause komme, esse ich besonders gern Curry-Udon. Dafür nehme ich tiefgekühlte Udon von Koya – sie sind wunderbar elastisch und lecker und tauen in wenigen Minuten auf. Dazu gebe ich Curryreste aus dem Kühlschrank, Dashi, falls ich welches da habe, etwas mehr Kokosmilch und, wenn vorhanden, etwas Frisches oder grünes Blattgemüse. Das geht schnell, macht satt und tut einfach gut. Am häufigsten koche ich Udon mit sri-lankischem Hähnchencurry, aber besonders erwähnen muss ich auch mein Fischkopf-Sodhi mit Kokosmilch und meinen Favoriten: scharfes Eiercurry mit weich gekochten Eiern.

Dieser Artikel stammt aus der Herbstausgabe 2024. Lesen Sie alles darüber hier ...