„Dieser Geruch … Ich schwöre, ich könnte ihn in mich hineintrinken“, sagt Eddie Redmayne. „Das unverkennbare ‚Klack‘, gefolgt von dem eindringlichen, lang gezogenen Zischen. Ein Geruch für die Ewigkeit. Wer hätte gedacht, dass eine zweiteilige Gummihülle, gefüllt mit Druckgas und ummantelt von gelbem Flaum, so viel verheißen könnte? Das ist der Sport.“ Der Schauspieler, der in Laura Baileys wunderbarem neuen Buch Tennisbälle öffnet, Courtship, beschreibt, wie er eine frische Dose öffnet, fängt damit vielleicht etwas von dem ein, was man nun ja als „Werben“ bezeichnen könnte. Es ist eine Liebesbeziehung zum Tennissport, die wie so viele Liebesbeziehungen über die Grenzen der Vernunft hinausgeht. Ein Teil dieser Verliebtheit ist körperlicher Natur, und der Tennisplatz – die physische Verkörperung der Freiheiten, Erinnerungen und glorreichen Momente des Sports – steht in unserer Kultur inzwischen für etwas ganz Eigenes: Er ist ein großer Gleichmacher, aber auch ein Statussymbol; ein Spielplatz und ein Schlachtfeld; ein Ort des Künstlichen und der Natur. Hier und im Buch selbst präsentiert der Fotograf Mark Arrigo eine Auswahl besonders außergewöhnlicher und berauschender Beispiele aus aller Welt.