Der Sceney London Pub World Cup 2025
Eine völlig subjektive Übersicht über die besten Kneipen der Hauptstadt
- Text von: Joseph Bullmore
Willkommen zur allerersten Ausgabe des Sceney London Pub World Cup – einem Turnier, das dem Nationalsport der Hauptstadt gewidmet ist: „Meinungen darüber zu haben, wo man für 9 £ pro Glas spritziges spanisches Lagerbier trinken sollte, das in Wirklichkeit in Burton-on-Trent gebraut wird.“ Bevor wir loslegen, noch ein Wort zu Methodik und Ethik, damit mich nicht wieder jemand als „Sepp Blatter von West Kensington“ bezeichnet. Die ursprüngliche Liste mit 32 Pubs wurde von Vertretern der PAWLBMC (Pub Association of West London but Mostly Chelsea) zusammengestellt, der GDNELWDBI (Guinness Drinkers of North East London or Wherever De Beauvoir is) sowie von einer Person aus Surrey, was doch etwas bedauerlich ist. Das einzige Kriterium war, dass jeder Teilnehmer ein namhafter Pub mit einem außergewöhnlich hohen Markenprestige sein sollte, das weit über seine bescheidenen Räumlichkeiten hinausreicht.
Die Pubs waren nicht gesetzt, da es sich um das erste Turnier handelte, und wurden mithilfe eines zufälligen Turnierplan-Generators ausgelost, den es kostenlos im Internet gab – so sieht modernes Publizieren eben aus. Anschließend wurden sie in den Instagram Stories des Redakteurs präsentiert, wo die Follower in mehreren direkten Duellen über sie abstimmen konnten. Die Teilnehmer hatten jeweils 24 Stunden Zeit, für ihre Lieblingspubs zu stimmen, und entsprechend den Ergebnissen ging der Wettbewerb weiter. Das Turnier verlief nicht ohne Kontroversen und Überraschungen. Die Organisatoren möchten die Kritiker daran erinnern, dass sie „die Regeln nicht machen“ – abgesehen davon, dass sie es in diesem ganz speziellen Fall sehr wohl tun. Entscheidungen zwischen zwei Optionen sind nie leicht, und wir hoffen, dass die Teilnehmer zustimmen, dass „Dabeisein“ „alles ist“. Ein selbst ernannter Experte formulierte es so: „Ich hoffe, ihr steht am Ende nicht so dumm da wie Cameron nach dem Brexit.“ Erfreulicherweise sind unsere Gesichter – abgesehen von der einen oder anderen Scotch-Egg-Aktion – bislang relativ un-Cameronisiert geblieben.