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21.08.2026
Issue No 27
By Gentleman's Journal

The Five greatest convertibles of all time

  1. Mazda MX-5
  2. Saab 900 Cabriolet
  3. Alfa Romeo Spider
  4. Jaguar E-Type Roadster
  5. Mercedes SL „Pagode“
Joseph Bullmore
Words By Joseph Bullmore

Im vergangenen Monat gab ein Bericht der Society of Motor Manufacturers and Traders bekannt, dass die Verkaufszahlen von Cabrios im Vereinigten Königreich in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als 90 % eingebrochen sind. Prompt meldete sich Richard Hammond bei Times Radio zu Wort, um den Niedergang und die Verdrängung des Cabrios durch „autonome Tupperware-Boxen, die man per Smartphone bestellt und die einen dorthin bringen, wo man hinwill“ zu beklagen. Ebenso schuld wie dieses empfindungsfähige Pausengeschirr scheint jedoch der Trend zu SUV-artigen Autos als ultimativem Statussymbol zu sein – wobei Modelle wie der bullige Lamborghini Urus zum prestigeträchtigsten Accessoire avancieren und die schlankeren, schickeren Roadster des vergangenen Jahrhunderts ablösen. Das finde ich schade. Den Wind im Haar zu spüren, ist eines der wahrhaftigen Gefühle moderner Freiheit – selbst wenn man, wie es bei Cabriofahrern häufig der Fall ist, überhaupt keine Haare mehr hat. Um diese aussterbende Gattung zu würdigen, folgen hier die fünf großartigsten Cabrios aller Zeiten.

1. Mazda MX-5

Der MX-5 ist mit über einer Million verkauften Exemplaren der meistverkaufte zweisitzige Roadster aller Zeiten. Die Autos sind zu einem internationalen Symbol für erschwinglichen, unkomplizierten Eskapismus geworden und zeichnen sich durch eine nahezu unverwüstliche Zuverlässigkeit aus, die ihrer schlanken, zierlichen und flachen Form spottet. Die Idee zu diesem Modell entstand erstmals, als der Motorjournalist Bob Hall 1976 von Mazdas Forschungsleiter gefragt wurde, welche Art von Auto das Unternehmen als Nächstes bauen solle. „Ich schwadronierte darüber, dass es den einfachen, klassisch britischen Sportwagen, bei dem man die Mücken zwischen den Zähnen und den Wind im Haar spürt, nicht mehr gibt“, erzählte er Jahre später. „Ich sagte Herrn Yamamoto, jemand solle einen preiswerten Roadster bauen.“ Und genau das taten sie. Das fertige Auto, das 1989 erstmals auf den Markt kam, entstand nach dem japanischen Designcredo Jinba ittai, was „Einheit von Pferd und Reiter“ bedeutet. Und tatsächlich genießen MX-5 bei ihren Besitzern zu Recht eine tiefe Loyalität und eine beinahe telepathische Verbundenheit. In Amerika ist das Auto als „Miata“ bekannt, abgeleitet vom althochdeutschen Wort für „Belohnung“. Es ist eine reizvolle Laune der Globalisierung, dass der große Preis des späten amerikanischen Jahrhunderts in Japan gefertigt wird.

Mazda MX-5

2. Saab 900 Cabriolet

Ich bin hier voreingenommen, denn ich selbst besitze ein (knarzendes) Saab 900 Cabriolet in Schwarz mit hellbrauner Innenausstattung. Sein erster Besitzer war Sir Christopher Foxley Norris, ein ehemaliges Jagdfliegerass des Zweiten Weltkriegs, der es 1989 im Ruhestand in der Nähe von Henley-upon-Thames kaufte. Saab begann bekanntlich als Hersteller von Düsenflugzeugen, und als Anspielung auf die aerodynamischen Cockpits vergangener Zeiten hatte der Saab 900 bei seiner Markteinführung die am stärksten gewölbte Windschutzscheibe aller Serienfahrzeuge. Daher ist es eine schöne Vorstellung, dass Sir Christopher im hohen Alter in diesem bescheidenen, liebenswerten, wunderschönen Auto noch einmal den himmelhohen Nervenkitzel seiner Jugend erlebte. Eine Zeit lang galt das 900 Cabriolet in den 1990er-Jahren als bevorzugte Anschaffung von Architekten, nachdem sie einen großen Auftrag an Land gezogen hatten – ein Objekt von unverwechselbar kühnem Design und mit einem gewissen skandinavischen Chic, der bebrillte Ästheten ansprach. Unser Auto-Redakteur Rory FH Smith verfasste 2021 eine großartige Hommage an das 900 Cabriolet, die so begann: „Für ein Land, das die Hälfte des Jahres in Dunkelheit gehüllt ist und auf strengen skandinavischen Wertvorstellungen beruht, klingt ein Cabriolet aus schwedischer Produktion wie die Pointe eines schlechten Witzes.“ Doch in den attraktiven Cockpits dieser einzigartigen Autos ertappt man sich oft beim Lächeln.

Saab 900 Cabriolet

3. Alfa Romeo Spider

Philip Seymour Hoffman’s entrance as Freddie Miles in The Talented Mr Ripley is one of the great moments in modern cinema — the screech of tires beneath the Spanish Steps, the scatter of pigeons, the pale suit, the raucous jazz. And then he leaps up, stands on the door of his scarlet convertible, and descends on the cobbles and the luncheon with the most ridiculous, wonderful, singular swagger, kissing cheeks and ogling passers-by and downing a cold glass of franciacorta in one go. And the car he makes his arrival in is singularly attached to the beautiful obnoxiousness of that personality — the maddeningly unreliably, completely gorgeous, slightly insane, perfectly Italian Alfa Romeo Spider, and specifically the Giulietta model, in Freddie’s case. He could not have made that same entrance in a Rolls-Royce or a Mustang. “Ciao Bello!” the man hollers across the piazza. “Come stai?” Very well, Freddie. Very well.

Alfa Romeo Spider

4. Jaguar E-Type Roadster

Enzo Ferrari bezeichnete den E-Type bei seiner Enthüllung auf dem Genfer Autosalon 1961 als „das schönste Auto, das je gebaut wurde“, und praktisch über Nacht avancierte die offene „Roadster“-Version zu einem geradezu erotischen Symbol der Swinging Sixties, des Cool Britannia und des neuen Jetsets. Frank Sinatra verlangte auf der Stelle, einen zu kaufen; kurz darauf folgten Brigitte Bardot, Peter Sellers, George Harrison, Fürstin Gracia Patricia von Monaco, Elton John (in „Hot Red“) und Steve McQueen, der ihn während der Dreharbeiten zu Le Mans. in den USA als Privatwagen nutzte. Ästhetisch vereint der E-Type Roadster Eleganz und Aggressivität – wie ein wunderschöner, stromlinienförmiger Hai: die geradezu unverschämt lange Motorhaube, die niedrige, lässige Haltung und die fließenden, sinnlichen Linien des Hecks.

Jaguar E-Type Roadster

5. Mercedes SL „Pagode“

The curious ‘Pagoda’ nickname for the iconic 1960s rendering of the Mercedes SL line came from the gently concave roof of the car, designed by the legendary Paul Bracq, which was thought to be reminiscent of the slope of traditional Asian pagodas. But it was with the hard-top roof removed entirely that the car really came to life: a handsome meeting of softly curved lines, lovely oblong ‘fishbowl’ headlights, and that beautifully simple front grille with the oversized Mercedes star at its centre. It was a car designed specifically to “inspire desire”, according to importer Max Hoffman, who first suggested the model to the brand, and everyone loved it right from the off: John Lennon had one, as did Nico Rosberg, Stirling Moss, Julio Iglesias, Gene Kelly, Kate Moss, and Walt Disney. Now seen as an icon not just of automotive design but of wider 20th century aesthetics, it is a car that combines freedom and fun better than perhaps any other.

Mercedes SL „Pagode“