Der MX-5 ist mit über einer Million verkauften Exemplaren der meistverkaufte zweisitzige Roadster aller Zeiten. Die Autos sind zu einem internationalen Symbol für erschwinglichen, unkomplizierten Eskapismus geworden und zeichnen sich durch eine nahezu unverwüstliche Zuverlässigkeit aus, die ihrer schlanken, zierlichen und flachen Form spottet. Die Idee zu diesem Modell entstand erstmals, als der Motorjournalist Bob Hall 1976 von Mazdas Forschungsleiter gefragt wurde, welche Art von Auto das Unternehmen als Nächstes bauen solle. „Ich schwadronierte darüber, dass es den einfachen, klassisch britischen Sportwagen, bei dem man die Mücken zwischen den Zähnen und den Wind im Haar spürt, nicht mehr gibt“, erzählte er Jahre später. „Ich sagte Herrn Yamamoto, jemand solle einen preiswerten Roadster bauen.“ Und genau das taten sie. Das fertige Auto, das 1989 erstmals auf den Markt kam, entstand nach dem japanischen Designcredo Jinba ittai, was „Einheit von Pferd und Reiter“ bedeutet. Und tatsächlich genießen MX-5 bei ihren Besitzern zu Recht eine tiefe Loyalität und eine beinahe telepathische Verbundenheit. In Amerika ist das Auto als „Miata“ bekannt, abgeleitet vom althochdeutschen Wort für „Belohnung“. Es ist eine reizvolle Laune der Globalisierung, dass der große Preis des späten amerikanischen Jahrhunderts in Japan gefertigt wird.