
Rory Stewart über Stille, Exzentrik, nächtliches Klettern und Hoffnung
„Wir werden uns selbst immer ein Rätsel bleiben – und das ist wahrscheinlich ziemlich wichtig“, sagt der ehemalige Abgeordnete.
- Text von: Joseph Bullmore

„Wir werden uns selbst immer ein Rätsel bleiben – und das ist wahrscheinlich ziemlich wichtig“, sagt der ehemalige Abgeordnete.

„Wir werden uns selbst immer ein Rätsel bleiben – und das ist wahrscheinlich ziemlich wichtig“, sagt der ehemalige Abgeordnete.
Einer der seltsamsten Maßstäbe im britischen Politikbetrieb ist das Konzept der Biertauglichkeit: die Frage, ob man mit seinem potenziellen Premierminister oder Abgeordneten im Pub ein Bier trinken gehen würde. Bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr wurde dieser Maßstab mitunter an Rishi Sunak und Keir Starmer angelegt – verbunden mit dem Eindruck, dass keiner von beiden unbedingt der richtige Begleiter für ein Stella wäre und dass beide im Raucherbereich ziemlich anstrengend sein dürften. Das ist eine nagende Sorge. Ich stand einmal in einem Pub in Westminster und sah zu, wie Matt Hancock, ein Pint Lagerbier wie eine Oscarstatuette in der Hand, verzweifelt davon schwadronierte, dass er und die meisten Politiker doch einfach „ganz normale Menschen“ seien – etwas, das normale Menschen, wie Ihnen sicher auffällt, eher selten tun. (Ein paar Tage später saß er im Dschungel bei I’m A Celebrity..., einer Sendung, deren Titel allein seine zentrale These bereits ein wenig widerlegte.) Matt Hancock besitzt vielleicht eine andere Art von Biertauglichkeit: Man hätte nichts dagegen, ihm eines über den Kopf zu schütten. Ärgerlicherweise glaube ich, dass ihm das sogar gefallen würde.
Einer der seltsamsten Maßstäbe im britischen Politikbetrieb ist das Konzept der Biertauglichkeit: die Frage, ob man mit seinem potenziellen Premierminister oder Abgeordneten im Pub ein Bier trinken gehen würde. Bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr wurde dieser Maßstab mitunter an Rishi Sunak und Keir Starmer angelegt – verbunden mit dem Eindruck, dass keiner von beiden unbedingt der richtige Begleiter für ein Stella wäre und dass beide im Raucherbereich ziemlich anstrengend sein dürften. Das ist eine nagende Sorge. Ich stand einmal in einem Pub in Westminster und sah zu, wie Matt Hancock, ein Pint Lagerbier wie eine Oscarstatuette in der Hand, verzweifelt davon schwadronierte, dass er und die meisten Politiker doch einfach „ganz normale Menschen“ seien – etwas, das normale Menschen, wie Ihnen sicher auffällt, eher selten tun. (Ein paar Tage später saß er im Dschungel bei I’m A Celebrity..., einer Sendung, deren Titel allein seine zentrale These bereits ein wenig widerlegte.) Matt Hancock besitzt vielleicht eine andere Art von Biertauglichkeit: Man hätte nichts dagegen, ihm eines über den Kopf zu schütten. Ärgerlicherweise glaube ich, dass ihm das sogar gefallen würde.
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